Beitrag 4 von 5 der Artikelserie: Angst vorm Autofahren
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Der Hund springt jetzt allein ins Auto – aber damit ist das Training noch nicht beendet.

Jetzt werden wieder viele kleine Schritte geübt, vom Schließen der Autotüren bis zum Fahren.

Lass dir Zeit bei diesen Übungsschritten!

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Ziel:

Autotüren kurz schließen

Es ist Zeit, erstmalig Bewegungen mit der Tür zu machen. Dabei musst du auf deinen Hund achten: manche haben kein Problem, wenn die Tür direkt geschlossen und GLEICH DANACH wieder geöffnet wird.
Andere hingegen brauchen etwas mehr Zeit und mehr Teilschritte. Hier sollte ebenfalls so kleinschrittig wie möglich gearbeitet werden:

  • Der Türgriff wird angefasst
  • die Tür wird minimal in Richtung Hund bewegt usw.
  • Nach dem Öffnen der Tür wird gemarkert und noch im Liegen belohnt.
  • Erst danach lässt du den Hund auf Signal wieder aus dem Auto aussteigen.

In diesem Schritt liegen viele Trainingsfehler. Oft springt der Hund sofort nach dem Öffnen der Tür aus dem Auto.

Ziel:

die Autotür 60 Sekunden geschlossen halten

  • Nun wird die Dauer der geschlossenen Tür bis auf ca. 60 Sekunden ausgedehnt.

Bitte wieder so kleinschrittig wie möglich üben.

Ziel:

FahrerIn steigt ins Auto

Folgende Handlungskette hast du dir bereits erarbeitet:

  • Hund steigt ins Auto
  • legt sich auf die Decke
  • die Tür schließt sich (eventuell Sicherheitssignal)

Weiter geht’s!

  • jetzt steigst du  an der Fahrerseite ein
  • danach Marker, Futter während du noch auf dem Fahrersitz sitzt
  • dann stehst du auf und öffnest die Tür
  • wieder Marker und Futter und dann das Signal zum Aussteigen des Hundes

Hier bietet es sich an, mit einer TrainingspartnerIn zu arbeiten oder dem Hund einen Kong oder etwas anderes zum Kauen zu geben, um die Zeit zwischen Selbst- Aussteigen und Zum-Hund-Laufen zu überbrücken.

Ziel:

Motor starten

Jetzt darfst du endlich kurz den Motor starten – mit Sicherheitssignal! Also:

  • Hund steigt ein
  • legt sich auf die Decke
  • du schließt die Tür
  • gehst zur Fahrerseite und setzt dich ans Steuer
  • startest den Motor
  • Marker und Belohnung
  • du stellst den Motor ab
  • steigst aus
  • öffnest die Tür zum Hund
  • Marker und Belohnung
  • gibst das Signal zum Aussteigen

Um das Auto nicht komplett zu schrotten, bietet sich hier auch an, das Motorgeräusch aufzunehmen und abspielen zu lassen. Später kommen aber noch die leichten Vibrationen hinzu – das musst du dabei bedenken.

Feivel-Auto-0001

Ziel:

Motor 60 Sekunden laufen lassen

  • Die Dauer des laufenden Motors steigerst du auf ca. 60 Sekunden
Ziel:

10m fahren

  • Endlich kannst du auch ein Stück fahren, aber bitte im Schritttempo

Ein Stück bedeutet übrigens ca. 10 Meter.

Ziel:

Kurven fahren

  • erst weiter langsam geradeaus fahren
  • danach baust du Kurven ein– zuerst leichte, dann immer engere
Ziel:

schneller fahren

Nun kann das Tempo gesteigert werden.

  • auf gerader Strecke das Tempo steigern
  • in Kurven das Tempo steigern

Bitte hier nicht übertreiben. Kein Hund muss es aushalten, dass du um die Kurve driftest, wenn er sowieso Angst hat.

Ziel:

auf ruhiger, öffentlicher Straße fahren

Ob du kleinschrittig genug trainiert hast, wirst du jetzt sehen.

  • du begibst dich erstmalig auf eine öffentliche Straße mit WENIG Verkehr.

Bitte wieder an eineN HelferIn denken.

Auf den Hund achten, damit er nicht überfordert wird.

Ziel erreicht!

Im Alltag fahren

Wenn das bereits gut sitzt, kannst du dich immer mehr in den Alltagsverkehr begeben.

 

Ziel erreicht!

So kann das dann aussehen beim Autofahren!

feivel-ende-gut

Zusammenfassung

Angst wird nicht verstärkt, wenn etwas für den Hund Angenehmes hinzugefügt wird. Du darfst deinen Hund also mit ruhiger Stimme ansprechen und trösten.

Das Training muss durchgedacht und strukturiert sein und sich an den Bedürfnissen des Hundes orientieren – hier hilft ein Trainingsplan.

Was sollte in einem Trainingsplan enthalten sein?

  • Aktueller Stand
  • gewünschtes Endverhalten
  • Welche Hilfsmittel gibt es?
  • Welche Hilfsmittel kann ich einsetzen?
  • Der Ort des Trainings
  • Wichtige Hinweise
  • Teilschritte aufzählen – so klein wie nur möglich
  • Spaß am Training

 

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