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Mirjam Cordt, Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Basis für ein vertrauensvolles und erfolgreiches Training

„Um ein fertiges Bild mit einem klaren Motiv zu erhalten, ist es im ersten Schritt – bevor das erste bildgebende Steinchen in die Hand genommen wird – zu überlegen, wie das fertige Bild aussehen soll und nicht, wie es NICHT aussehen soll!“

Der erste Band der Reihe (von insgesamt 5 Bänden) „Ich halte dich. Ein Wegweiser für ungehaltene Hunde“ ist in vier Kapitel unterteilt:

Kapitel 1: Das Trainingsmosaik

Kapitel 2: Anamnese

Kapitel 3: Aufbau von Alternativverhalten

Kapitel 4: Bewusste und unbewusste Beeinflussung des Verhaltens.

Im Anhang findet sich noch der Anamnesebogen, den die Autorin in ihrer Hundeschule verwendet.

Das Buch ist kein Trainingsbuch, d.h. es werden keine Anleitungen gegeben, sondern es wird vielmehr eine Stimmung gezeichnet.

Die Autorin wirbt für ein Verständnis mit Hunden, die unangemessenes Verhalten zeigen und weist immer wieder darauf hin, dass Gewalt keine Trainingsoption ist.

Sie unterscheidet nicht zwischen Training und Alltag, sondern das Miteinander-Leben ist ein ständiges Training. Die Autorin zeigt immer wieder auf, wie nicht mit Hunden umgegangen werden soll, sondern dass stattdessen empathisch auf den Hund eingegangen werden soll.

Empathie und Flexibilität sind für sie die Grundlagen des Miteinanders und sie empfiehlt ein Logbuch, um die Entwicklung nachzuverfolgen und auch, um zu lernen, genauer hinzuschauen.

Im 2. Kapitel wird an vielen Fallbeispielen gezeigt, welche Erkrankungen das Verhalten des Hundes beeinflussen können.

Das Buch ist durchgehend farbig gestaltet und die vielen Bilder unterstützen den Text.

Alle HundebesitzerInnen, aber speziell HundehalterInnen mit einem Hund aus dem Tierschutz oder einem „Problemhund“. Für TrainerInnen ist vor allem das 2. Kapitel Anamnese sehr interessant.

gut

Die Autorin zeichnet eine Grundstimmung, die mir gut gefällt: mit dem Hund mit-fühlen und flexibel und individuell auf ihn eingehen.

Mir bleibt das WIE aber zu vage. Bleibt zu hoffen, dass das WIE in den folgenden Bänden kommt, auf die die Autorin immer wieder verweist.

Sie betont wiederholt, wie wichtig es ist, ein Zielbild zu haben, zu wissen, wie das fertige Bild aussehen soll, erzählt aber sehr oft, wie es nicht sein soll und die LeserInnen bekommen nichts wirklich Konkretes an die Hand.

Die Abgrenzung gegen Konditionierung als Manipulationsmaßnahme, die bis „zur Gehirnwäsche zu Kriegszwecken“ gehen kann, finde ich befremdlich. Die Autorin stellt Rituale und Gewohnheiten dagegen, um dem Hund zu helfen, Vertrauen in sich zu entwickeln – aber werden Rituale und Gewohnheiten nicht auch konditioniert?

Mir haben die vielen eingestreuten Zitate nicht gefallen.

Aber das 2. Kapitel zur Anamnese lohnt die Anschaffung des Buches.

Mirjam Cordt ist Gründerin von DOG-InForm, einer Hundeschule mit verhaltenstherapeutischer Praxis und einem Hundehotel südlich von Mainz.

Sie hat sich auf die Arbeit mit verhaltensbesonderen Hunden und Herdenschutzhunden spezialisiert.

Ihre Familie wird bereichert durch eine große Hundegruppe (durchschnittlich 12 Hunde) bestehend aus Herdenschutzhunden und Hunden anderer Rassen aus dem Tierschutz.

Mirjam Cordt ist eine gefragte Referentin im In- und Ausland. Im Tierschutz ist Mirjam Cordt seit 1996 engagiert, sie ist Vorsitzende des Tierschutzvereins „Tier und Mensch – Hilfe für Herdenschutzhunde e.V.“.

Beschreibung Produktseite amzon

Gebundene Ausgabe: 200 Seiten

Verlag: Caniversum (7. Juni 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3981289021

ISBN-13: 978-3981289022

Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren

Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16,6 x 1,8 cm

 

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