Barfen ist kein Hexenwerk

Aktualisiert am 11.11.2014
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Ich bin gerne faul und wenn Barfen aufwändig und kompliziert wäre, würde ich es vielleicht nicht machen.

Fütterung der Raubtiere

Fertigfutter – so praktisch

Ich habe mir früher nicht besonders viel Gedanken drüber gemacht, was ich meinen Hunden zum Fressen gebe. Ein Sack Trockenfutter aus dem Raiffeisen-Markt – das war’s. Einfach mit dem Messbecher die angegebene Menge in den Napf, Wasser dazu – fertig.

Die Hunde, die ich so ernährt habe, sind 17, 14 und 12 Jahre alt geworden. Nicht schlecht, oder?

Als dann vor über 12 Jahren neue Hunde bei uns einzogen, bin ich übers Barfen gestolpert – Internet sei Dank.

Frisch ist besser als konserviert

Ich habe mich in Foren schlau gemacht und mir leuchtete sofort ein, dass fleischige Knochen für Hunde sicher besser sind als das Trockenfutter aus dem Raiffeisen-Markt.

Ich koche mein Essen auch frisch und meide Konserven und Tütenzeugs. Ich weiß doch, dass frische Sachen gesünder sind als konservierte.

Barfen – heute genauso praktisch

Damals war es allerdings noch abenteuerlich, an fleischige Knochen ranzukommen. Da sind wir ins Schlachthaus gefahren und haben auf dem Wochenmarkt gefragt.

Heute kann das Futter bequem übers Internet bestellt werden.

Ich hole abends das Futter aus der Tiefkühltruhe und gebe es in den Napf – fertig.

Lecker - Hühnerschenkel

Was gibt’s zu fressen?

Unsere Hunde und auch unsere Welpen bekommen /bekamen fleischige Knochen (hauptsächlich Hühnerhälse und -rücken), Fleisch von Rind und Schaf, Fisch, Innereien, Pansen, rohes, püriertes Gemüse/ Obst und ein paar Kräuter und Öle. Das war’s.

Wir hatten nie irgendwelche Probleme.

Wie viel gibt’s zu fressen?

Die ersten Wochen habe ich das damals abgewogen, damit ich eine Vorstellung für die Menge bekomme: Wie viel Hühnerhälse sind 300g?

Seitdem mache ich das „nach Gefühl“. Ist der Hund zu dick (Rippentest), dann bekommt er weniger, ist er zu dünn, bekommt er mehr.

Barf für Katzen

Ausgewogen füttern

Der Hund muss nicht täglich alle Nährstoffe in einem bestimmten Verhältnis bekommen. Über den Zeitraum von vier Wochen sollte er alles Wichtige gefüttert bekommen.

Nährwerttabellen – Nein Danke!

Ich habe für mich und meine Familie nie Nährwerttabellen gewälzt. Ich zähle keine Kalorien und das würde ich für den Hund ganz sicher nicht ohne Not anfangen. Wie gesagt, dazu bin ich zu faul.

Wenn es gesundheitliche Probleme gibt, also Allergien, Unverträglichkeiten oder Erkrankungen, dann ist das natürlich etwas anderes.

Barfen ist allemal besser als das „ach so ausgewogene Fertigfutter“ aus dem Supermarkt!

Über Fertigfutter gut informieren

Natürlich kann auch ein gutes Fertigfutter gegeben werden, aber das ist nicht beim Discounter und auch nur selten im Zoofachgeschäft zu bekommen.

Sich da schlau zu machen und aus den irreführenden Etikettenangaben klug zu werden, ist nicht einfach. Aber auch dazu bekommt frau im Internet Informationen.

Barfen finde ich einfacher. Also, über die grundlegenden Regeln informieren und loslegen. Den Hund beobachten und aufs Bauchgefühl vertrauen.

 

28 Antworten

  1. avatar Marmarla sagt:

    Also wir barfen auch „nach Gefühl“, es kommt abwechslungsreiches Gemüse und Obst mit in den Napf, mal Kräuter oder Seealgenmehl dazu uä.

    Auch der Mensch kann ja viele Vitamine und Spurenelemente nicht selber bilden, deshalb schau ich aber doch nicht vor jeder Mahlzeit auf Nährwerttabellen!

    Das Problem bei Vitamin-und Spurenelementzugaben ist, dass zum einen viele dieser Stoffe nicht oder nicht lange im Körper gespeichert werden können – ist der Bedarf gedeckt wird der Rest ausgeschieden –
    oder aber ein Überschuss gewisser Stoffe wie z.B. Kupfer auch sehr schädlich sein kann.
    Stattdessen sollte man vielleicht einmal jährlich die Blutwerte untersuchen lassen, dann kann man gezielt gegen Mangelzustände angehen!

  2. Ich bin beim BARFen auch keine „Abwiegerin“. Aber immer mal wieder schnappe ich mir meinen BARF-Ratgeber und mache wieder mehr nach Plan.

    Ich glaube nicht, dass ein Hund so schnell Mangel-ernährt ist, wieso sollte er so viel komplizierter ticken als ein Mensch?!

    Gut ist, dass BARF immer im Gespräch bleibt. Und toll ist, dass es heute, anders als vor 12 Jahren, als ich mit meinem ersten Hund damit angefangen habe, so viele Versender gibt, so dass man die Fleischarten bequem und in guter Qualität nach Hause geliefert bekommt.
    Liebe Grüße
    Christiane & Coffee

  3. avatar Marmarla sagt:

    Ich glaube, dass viel mehr Hunde gesundheitliche Probleme durch Fertigfutter bekommen, als dadurch dass mal eine Barfration nicht so ausgewogen ist.

    Leider wird aus kommerziellen Gründen von seiten vieler Tierärzte das Barfen verteufelt und versucht den Hundehaltern ein schlechtes Gewissen einzureden, falls sie nicht ihr Spezialfutter für dicke oder dünne Hunde, für große oder kleine , für aktive oder weniger aktive , für schwarze oder weiße oder sonst was kaufen 😉

    Die Krönung ist in einer bei uns ansässigen Tierarztpraxis die Quengelware (Ziemer, Lammohren uä.) auf Hundenasenhöhe an der Kasse – wie im Supermarkt.

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