Beschäftigung: Der Hund im Gleichgewicht

Beitrag 1 von 5 der Artikelserie: Der Hund im Gleichgewicht
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Grundregel Nummer 1 für den gesunden Spaziergang:

Ich bin mit meinem Hund auf Spaziergang (und nicht: wegen ihm!).

Fit auf allen Ebenen

Du möchtest einen glücklichen Hund? Dann bewege ihn in Körper und Geist! Die ideale Beschäftigung unterstützt und fördert das altersgerechte, körperliche und geistige Wohlbefinden des Hundes. Es werden alle Sinne in einem ausgewogenen Verhältnis angesprochen: Sehen, Riechen, Hören, Fühlen, Schmecken.

Hundesinne

Gleichgewicht zwischen Hunde- und Menschenwelt

Viele HundehalterInnen arbeiten auf dem Spaziergang ein umfangreiches Beschäftigungsprogramm ab.

Aber der Hund soll besonders auch eigene Qualitätszeiten leben, in denen er in seine eigene Welt abtaucht und z.B. ausgiebig schnüffeln darf. Es ist für sein Wohlbefinden im Gleichgewicht sehr wichtig, dass er seine Umwelt erkunden kann! Wenn nötig , wird der Hund dabei an einer langen Leine abgesichert.

Verhaltensauffälligkeiten vorbeugen!

Überforderte, aber auch unterbeschäftigte Hunde zeigen häufig Verhaltensauffälligkeiten und körperliche Symptome, zum Beispiel:

  • Unruhe, Nervosität
  • Dauerbellen
  • Erhöhte oder verminderte Herz- und Pulsfrequenz
  • Bewegungsstereotypien (z.B. Schwanzjagen, übermässiges Lecken / Nuckeln)
  • Schuppenbildung, Haarausfall, Erbrechen, Durchfall
  • Erhöhte Aggressionsbereitschaft
  • Ängstlichkeit, Angst
Aufregung und Ruhen

Stress

Über- und Unterforderung bedeuten für den Organismus Stress.

Stress ist aus evolutionärer Sicht überlebenswichtig: Er hilft dem Körper auf innere und äussere Einflüsse (Bedrohungen) sehr schnell zu reagieren und sich anzupassen. Dauert Stress aber an, macht er krank. Du solltest also darauf schauen, dass die Aktivitäten nicht nur dir selber Spass machen und dich befriedigen, sondern vor allen Dingen darauf schauen, was dem Hund tatsächlich gut tut, was ihm gefällt und entspricht.

Der tägliche Spaziergang

Ich wähle mit meinem Hund gerne regelmässig unterschiedliche Routen. „Regelmässig“ heisst: mehrmals pro Woche gehen wir zusammen andere Wege. Mein Hund soll dabei entdecken und erschnüffeln dürfen, z.B.:

  • neue „alte“ Gegenden,
  • verschiedene Bodenstrukturen,
  • Ecken, Sträucher, Bäume, Gräser,
  • Neue, andere Gerüche, etc.

Das stimuliert sein Hirn und verhindert Langeweile.

Das sind die einfachsten, geschenkten, kostenlosen und wenig aufwändigen Momente, um gleichzeitig alle Hundesinne anzuregen und zu befriedigen.

 

3 Antworten

  1. avatar Tanja sagt:

    Eine kleine persönliche Anmerkung:

    Ich gehe in erster Linie FÜR meinen Hund raus (mit ihm sowieso, auch ganzheitlich!) – das heißt für mich: ich konzentriere mich auf meinen Hund und lasse ihn auch das machen, was er möchte (soweit das halt möglich ist).

    Denn mit der Formulierung „mit“ öffne ich die Türen für Hundehalter, die sich 30 Minuten in Trauben bilden und sonst lustlos daneben herschlurfen. Ich weiß, was mit „mit“ gemeint ist. Ich sage lieber „für“. 😉

  2. […] Beschäftigung: Der Hund im Gleichgewicht | Hunde Denken […]

  3. Hmmm … beides ist wichtig – den Hund mal in Ruhe in seine Welt abtauchen zu lassen, aber auch draußen interessant für ihn zu bleiben und mal mit ihm auf dem Spaziergang was zu machen. Gerade wenn mann (noch oder wieder) am Komm! oder eben generell an der Bindung arbeitet.

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