Clickern und clickern

Aktualisiert am 01.06.2016
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Der Clicker – Mittel zum Zweck

Ich kenne viele Clickermenschen, für die ist der Clicker das Mittel zum Zweck, d.h. sie nutzen den Clicker, um ihr Ziel zu erreichen.

Das Ziel ist dabei ein bestimmtes Endverhalten des Hundes, z.B. mit der Nase die Hand berühren.

Clickern macht Spaß

Bild von Heinz Grundel

Sie werden während der ganzen Clickersession auf das angebotene Verhalten schauen und entsprechend clickern. Was sollen sie auch sonst machen?

Und wo bleibt der Hund?

Mich stört daran, dass dabei oft der Hund als Ganzes aus den Augen verloren wird. Wenn ich mich nur noch aufs Ziel konzentriere, dann verschwindet der Hund aus dem Fokus.

Ich arbeite dann verhaltensorientiert und nicht mehr tierorientiert.

In diesen Zusammenhängen wird auch oft mit Körperhilfen oder auch mit Locken gearbeitet – beim Handtouch könnte das eine leichte Bewegung der Hand sein, damit der Hund sich darauf zubewegt, beim Elefantentrick ein Schritt auf den Hund zu, damit er sich in Bewegung setzt.

Worauf kommt es (mir) an?

Das ist meistens in Ordnung, geht aber für mich (wahrscheinlich bin ich eine Hardcore-Clickerin) etwas am eigentlichen Ziel vorbei: ich möchte, dass mein Hund sich ganz eigenständig Verhalten erarbeitet. „Probleme“, d.h. die gestellte Aufgabe selbständig und in seinem Tempo löst.

Das Ziel der Übung ist für mich in erster Linie, dass der Hund Spaß hat. Eigentlich clickere ich doch mit dem Hund, um ihn zu beschäftigen, ihn auszulasten. Wir wollen Spaß miteinander haben. Der Hund hat Spaß, wenn ich ihm viele Erfolgserlebnisse beschere. Und dabei fällt das Endverhalten einfach „nebenbei“ ab.

Entschleunigen

Ich sehe viele Trainingsvideos auf youtube, in denen die Hunde begeistert bei der Sache sind. Ich sehe dabei aber auch, wie ihre Menschen versuchen, den Lernvorgang zu beschleunigen, indem sie einen Schritt auf den Hund zugehen, damit er sich in Bewegung setzt oder eben auf irgendeine Art locken.

Aber damit geben sie das Lerntempo vor, nicht der Hund.

Wie gesagt, den Hunden macht das Clickern Spaß. Ich denke aber, dass sie noch mehr Spaß haben könnten, wenn sie sich den Weg zum Ziel tatsächlich eigenständig erarbeiten könnten.

Glücksgefühle

Erinnert ihr euch noch, wie glücklich es euch als Kind gemacht hat, wenn ihr eine Aufgabe ganz allein gelöst habt? Und war dieses Gefühl genauso stark, wenn ihr dabei Hilfen (wenn auch nur kleine) hattet?

Genau dieses Glücksgefühl, es allein geschafft zu haben, möchte ich auch den Hunden ermöglichen.

 

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