Beitrag 2 von 2 der Artikelserie: Clickertraining ist...
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Die Idee ist da, in dir eingeschlossen.
Du musst nur den überzähligen Stein entfernen.

Michelangelo

512px-Michelangelo's_Pieta_5450Was passiert mit den Grenzen in unseren Köpfen, wenn wir Hundetraining so betrachten wie Michelangelo die Bildhauerei?

Wenn wir davon ausgehen, dass schon alles da ist und wir nur Hilfestellung leisten müssen, damit es sichtbar und fühlbar wird?

Grenzen = Verbote?

Tu dies nicht, tu das nicht. Es gibt viele Situationen, in denen ein Hund bestimmte Dinge nicht tun soll.

Er soll nicht am Menschen hochspringen, er soll nicht exzessiv bellen, er soll nicht in die Wohnung pinkeln, er soll nicht auf die Straße laufen, er soll nicht ziehen, er soll nicht…

In Grenzen gefangen

Immer noch hängen die Trainer der alten Schule dem Glauben an, dass Hunde, die mit dem Clicker oder einem anderen Marker erzogen und ausgebildet werden, keine Grenzen erfahren dürfen.

Dabei wird keine ernstzunehmende positiv arbeitende TrainerIn bestreiten, dass Hunde lernen müssen, was geht und was nicht geht.

Grenzen = Alternativen

Allerdings denken positiv arbeitende TrainerInnen eben nicht, dass Grenzen und Regeln nur über Strafen vermittelt werden können. Sie wissen nämlich, dass jedes Verhalten, das sicher unter Signalkontrolle steht, als Abbruchsignal eingesetzt werden kann.

artikelbild-antigiftkoederPositiv arbeitende TrainerInnen verbieten dem Hund also nicht unter Strafe ein Verhalten, sondern sie betreiben Grenztraining, indem sie dem Hund im Gegenteil zeigen, welches Verhalten in einer bestimmten Situation erwünscht ist.

Grenzen im Kopf überwinden

Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie eindimensional die Trainer die Welt sehen, die mit Leitwolf-Denken, PlusMinusPlus-Methode und Schüsseln unterwegs sind.

Warum ist es ihnen so wichtig, Grenzen und Regeln über Strafe zu vermitteln? Verhalten „abzusichern“?

Kontrolle

Ihnen gemeinsam ist der Wunsch nach Kontrolle. Deshalb kommen sie gar nicht darauf, nach Alternativen zu suchen oder sich anzuschauen, wie TrainerInnen erfolgreich mit dem Clicker arbeiten.

Sie machen weiter im alten Trott. Sie drängen den Hund in Situationen, in denen er etwas falsch macht und dann wird er dafür gestraft. Dafür lassen sie sich feiern und behaupten auch noch, dass das gut für die Beziehung Mensch – Hund ist.

Freilegen und nicht Freistrafen

TrainerInnen, die wegweisend positiv arbeiten, vertrauen ihrem Hund. Sie gehen davon aus, dass alles, was notwendig ist, bereits in ihrem Hund vorhanden ist.

Sie müssen es nur freilegen und nicht freistrafen.

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