Weniger ist mehr

Beitrag 2 von 3 der Artikelserie: Fly findet seinen Weg
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Sich Zeit lassen und den passenden Trainer finden

Mit meiner ersten Hündin hatte ich im Hundetraining sehr viele negative Erlebnisse – diesen Fehler wollte ich nicht wiederholen.

Ruhig beobachten

Deshalb ging ich mit Fly unseren Weg trotz der Schwierigkeiten gemächlich an. Er durfte im ersten Jahr erst mal hier ankommen und sein Umfeld sowie unsere Sprachen kennenlernen.

Wir absolvierten den obligatorischen Hundehalterkurs SKN. Dabei lernte er die Bedeutung des Markerwortes. Fast ein Jahr habe ich warten müssen, um dem richtigen Profi-Menschen zu begegnen.

Es dauerte fast ein Jahr, bis ich der passenden Trainerin, Eva Zaugg, begegnet bin. Sie entlastete mich ungemein!

Ich war nämlich bis dahin der Meinung, dass ich meinen Hund doch gut auslasten muss. Und dazu gehörten auch Spaziergänge im nahe gelegenen Wald. Eva erklärte mir, dass das keine gute Idee ist, mit dem passionierten Jäger frühmorgens im Dunkeln oder in der Dämmerung auf Waldspaziergang zu gehen.

Hohe Verstärkerrate

Ich lernte, bereits beim Verlassen des Hauses die Verstärkerrate sehr deutlich zu erhöhen:

Fly sollte lernen, ruhig und entspannt neben mir aus der Haustüre zu treten. Das war am Anfang gar nicht so leicht, weil Fly so schnell war. Ich lernte, meinen Hund gut zu beobachten und das noch tolerierbare Verhalten zu belohnen.

Fly blieb mit diesem Vorgehen ansprechbar. Es war ihm mit der Zeit möglich, mir Verhalten wie Sitz, ein Handtouch anzubieten oder mir Blickkontakt zu schenken.

Kurze Spaziergänge

Um Fly überhaupt ein entspanntes Lernen zu ermöglichen, reduzierten wir also die Dauer der morgendlichen Spaziergänge. Und wir machten eine Zeitlang keine Waldspaziergänge mehr.

Unser Spazierweg war zu Beginn sehr kurz, er dauerte nur fünf Minuten. Danach gingen wir wieder ins Haus zurück.

Schnüffelrunde

Alltagssituationen

Schritt für Schritt konnten wir den Weg vergrössern, Alltagssituationen bewältigen:

Mal war es eine Schnüffelrunde auf der gegenüberliegenden Wiese, dann eine Runde um das nächst gelegene Haus.

Wir beobachteten gemeinsam Kinder und Jugendliche, wie sie zum Bus rannten.

Alles Erlebnisse und Alltagssituationen, die Fly lernte, mit der entsprechend hohen Verstärkerrate gelassen zu bewältigen.

Heute eilen Menschen an Fly vorbei, und er feuert sie nicht mehr lauthals an. Wir spazieren mittlerweile bis zu einer halben Stunde im Dorf.

Er ist gut ansprechbar, weil wir gelernt haben, die Aufregung im Gleichgewicht zu halten.

Ernährung

Fly wurde vom Tierheim als Hungerhaken und Kostverächter bezeichnet. Heute sieht dies etwas anders aus. Wie stark der Einfluss der Ernährung auf das Verhalten ist, musste ich erst lernen.

Fly mit Kind

Der Speiseplan bestand damals wie heute aus Gemüse, Kohlenhydraten, Fleisch und den nötigen Zusätzen. Aber ich merkte, dass sein Erregungspegel auch mit dem Zeitpunkt der Fütterung zusammenhing.

Andere Futterzeiten

Kohlenhydrate spielen eine wesentliche Rolle bei der Bildung des „Glückshormon“ Serotonin. Kohlenhydrate sind sehr wichtig für die Bildung von Glucose.

Deshalb bekam Fly jetzt erst zwei bis drei Stunden nach der Morgenmahlzeit die Kohlenhydrate.

Viel Impulskontrolle verbrennt viel Glucose! Deshalb unterstützt dieser Ernährungsplan Fly und sein Training massgeblich.

Gesundheitscheck

Um sicher zu gehen, dass keine klinischen Ursachen hinter seinem Verhalten steckten, wurde Fly umfassend tierärztlich abgeklärt.

 

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