Beitrag 2 von 7 der Artikelserie: Spaß an der Leine
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Warum ziehen Hunde an der Leine? Mit welchen einfachen Maßnahmen könnt ihr Leinenfrust entgegen wirken und ins „An-lockerer-Leine“-Training einsteigen?

Hunde laufen schneller

Hunde ziehen an der Leine, weil sie ganz einfach viel schneller laufen, als Menschen normalerweise gehen. So geraten sie schon nach ein bis drei Schritten ans Leinenende.

Oppositionsreflex

Sobald Zug auf die Leine kommt, wird der Oppositionsreflex ausgelöst. Das ist eine unbewusst Körperbewegung, die dafür sorgt, dass man im Gleichgewicht bleibt, wenn jemand Zug oder Druck ausübt. Ihr könnt Euren eigenen Oppositionsreflex testen, indem Ihre jemanden bittet, Euch am Arm zu ziehen. Um stehen zu bleiben, werdet Ihr reflexartig Gegenzug aufbauen.

Hunde laufen ihrer Nase nach

Hunde finden ganz andere Dinge spannend als Menschen. Wenn sie Wind von einem interessanten Duft bekommen, biegen sie spontan ab, um dem Duft auf den Grund zu gehen. Im Freilauf laufen sie selten schnurstracks gerade aus, sondern ihrer Nase nach. Das ist an der Leine natürlich lästig für den Zweibeiner, denn der möchte am liebsten schön geradeaus gehen.

Bestrafung

Die meisten Trainingsanleitungen beruhen zum großen Teil auf Bestrafung, selbst, wenn man die „Rucken an der Leine“-Methoden nicht berücksichtigt. Das reicht von „Stehen bleiben“, wenn sich die Leine strafft bis zu  ständigen Richtungswechseln. Diese Richtungswechsel sollen laut Anweisung natürlich nicht angekündigt werden, damit der Hund lernt, ständig aufzupassen, wo sein Mensch hingeht.

Die Idee, dass der Hund aufmerksam sein soll, ist eigentlich gut. Aber die Ausführung kann zu Frust oder zu Unsicherheit führen. Ganz bestimmt führt es nicht zu einem Hund, der fröhlich an lockerer Leine läuft.

Belohnung

Dass „An-lockerer-Leine-gehen“ belohnt werden soll, wird inzwischen manchmal erwähnt. Allerdings wird daraus selten klar, wie häufig  belohnt werden soll. Auch dass  die Belohnungen besonders anfangs sehr hochwertig sein müssen, wird kaum erwähnt und eben nicht nur aus Leckerchen, Streicheln und Spielzeug bestehen.

Leckerchen finden viele Hunde gut – aber nicht alle und nicht in allen Situationen. Wenn der Hund die Umwelt spannender findet als die angebotenen Leckerchen, dann wirken sie nicht als Belohnung! Das gleiche gilt für Spielen. Und Streicheln finden die wenigsten Hunde belohnend!

ALL ist ein neues Konzept

Welche Muskelbewegung wird beim „An-lockerer-Leine-gehen“ eigentlich verstärkt? Beim Hinsetzen, Hinlegen oder Männchen machen könnt Ihr ganz bestimmte Muskelbewegungen einfangen und verstärken. Das geht beim „An-lockerer-Leine-gehen“ nicht.

Beim ALL muss der Hund verstehen, dass er so laufen soll, dass die Leine locker ist. Da Hunde nicht mit angebauter Leine geboren werden, müssen sie dieses als neues Konzept lernen.

Ihr verstärkt also keine Muskelbewegung sondern… ja was eigentlich genau? Wisst Ihr es?

Erste Maßnahmen

Probiert  mal aus, mit dem Hund an längerer Leine (5-7 Meter) etwas schneller zu gehen, ruhig auch einfach mal mit dem Hund hin und her zu pendeln (und stehen zu bleiben, wenn er an was Spannendem schnüffelt).

Schreibt eine Belohnungsliste – was sind die Hobbys Eures Hundes, und welche davon können beim ALL-Training eingesetzt werden.

Sprecht Euren Hund an, bevor sich die Leine spannt, anstatt kommentarlos stehen zu bleiben oder die Richtung zu wechseln. Dazu eignen sich z.B. sein Name, das Umorientierungssignal oder das positiv aufgebaute Unterbrechungssignal. Natürlich folgt darauf direkt eine Belohnung.

Erwischt Euren Hund beim Gehen an der lockeren Leine, belohnt ihn häufig und hochwertig.

Eine Antwort

  1. […] an der Leine Einsicht ist der erste Schritt zur lockeren Leine An lockerer Leine gehen als Targetaufgabe An kurzer Leine Maddie obenauf – an der Leine An […]

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