Kinder und Hunde im Familienalltag

Aktualisiert am 01.03.2013
Beitrag 2 von 2 der Artikelserie: Herausforderung Kind und Hund
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Nadja Vogel beschreibt, wie sie das mit Hund und Kindern gemacht hat. Wie ist das bei Euch gewesen?

Kinder und Hunde im Familienalltag – wie ist das zu schaffen?

Ich ging bereits hier darauf ein, wie kritisch Kind und Hund im Alltag zu betrachten sind. Der Hund ist kein Spielzeug für die jungen Familienmitglieder, er hat ebenso Bedürfnisse wie jedes andere Familienmitglied auch. Was kann ich tun, damit die Gewöhnung Kind an Hund und umgekehrt für alle Seiten befriedigend abläuft?

Jeder Hund ist anders und jedes Kind ist anders, daher muss Gewöhnung an die jeweiligen Charaktere angepasst werden. Dazu kommt noch, auf welche Art sich die familiäre Situation ändert. Kommt ein Kind zum vorhandenen Hund oder umgekehrt?

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Drei Hunde und ein Kind

Nadja Vogel, eine Leserin von HUNDE DENKEN – Markertraining, hat beschrieben, wie sie das gemacht hat. Das ist eine Möglichkeit, angepasst an ihre drei Hunde und ihr Kind.

Eltern lieben ihr Kind und sie lieben ihren Hund. Also erwarten sie, dass Hund und Kind sich auch liebhaben. Oft führt das dazu, dass Eltern immer versuchen, Hund und Kind aufeinander aufmerksam zu machen. Nadja hielt das für kontraproduktiv, sie wollte nicht, dass der Hund immer hinter dem Kind herrennt oder immer Interaktion haben wollte.

Das Baby kommt ins Haus

Als sie mit dem Neugeborenen aus dem Krankenhaus nach Hause kam, wurde den drei Hunden kurz der Maxi Cosi präsentiert. Mehr passierte erstmal nicht, auch nicht die folgenden Monate. Die Hunde haben natürlich ihre Rückzugorte. Es wurde darauf geachtet, dass das Kind die Hunde nicht bedrängt und die Hunde das Kind in Ruhe lassen. So wuchs das Kind zwischen drei Hunden auf, die es als so normal empfand wie das Radio in der Küche oder die Topfpflanze im Wohnzimmer.

Das Kind wird älter

Später, als das Kind älter war und Erklärungen über hündisches Verhalten verstehen konnte, wurden grundlegende Dinge festgesetzt. Zum Beispiel, dass die Hunde an ihren Rückzugsorten nicht gestört werden. Und was ganz wichtig war: Dem Kind wurden Alternativen gezeigt! Statt Hund bespaßen durfte es andere interessante Dinge machen. Statt mit dem Hund Ball zu spielen, wird eben mit der Mama Ball gespielt. Als es noch etwas älter wurde, durfte das Kind Sinnvolles mit den Hunden unternehmen oder die Mama bei den Hunden unterstützen, z.B. Spielzeuge und Leckerchen verstecken. Aber alles unter der Anleitung und Aufsicht der Erwachsenen.

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Genaue Beobachtung und Management

Es ist wichtig, seinen Hund lesen zu können und zu merken, wann ihm Interaktion als Bedrohung erscheint. Er muss Rückzugsorte haben, wo er ungestört bleibt. Aber auch das Kind muss vor einem aufdringlichen Hund geschützt werden. Meiner Meinung nach dürfen Hund und Kind nicht unbeaufsichtigt sein. Es entstehen schnell Situationen, die kippen können. Verteidigt ein Hund seine Ressourcen, muss ganz besonders darauf geachtet werden und Alternativverhalten trainiert werden.

Management ist das A und O und kann viel Leid vermeiden.

Beißvorfälle mit Kindern – es könnten mehr sein…

Wenn ich die unzähligen Bilder und Videos im Netz von „ach so süßen Kindern mit Hunden“ anschaue, dann wundert es mich, dass es nicht zu mehr Beißvorfällen kommt. Das spricht eindeutig für die Hunde. Solche Situationen sind nicht niedlich, sondern verantwortungslos:

https://www.facebook.com/photo.php?v=10151229104977745&set=vb.100554703355336&type=2&theater

https://www.facebook.com/photo.php?v=455631994503685&set=vb.272315752827189&type=2&theater

https://www.youtube.com/watch?v=_MG2xbBW3co

8 Antworten

  1. Hallo Regine,
    mir fehtl in dem Artikel eigentlich nur noch, dass Kind und Hund mehr zusammen agieren sollten, natürlich immer unter Aufsicht. Z. B. das Kind wirft für den Hund einen Ball und der Hund apportiert. Oder die Mutter/Eltern sollten darauf achten, den Hund mit einzubeziehen. Beispielt: Mutter kommt mit Baby aus dem Krankenhaus. Die Mutter erlaubt dem Hund mit ins Kinderzimmer zu kommen, sei es beim Wickeln, Knuddeln oder was weiß ich. Sollte dem Hund hier ein Verbot erteilt werden, könnte er es negativ mit dem Baby verknüpfen.
    LG
    Bettina

    • Hallo Bettina,

      wie gesagt, dies war EINE Möglichkeit wie man es machen kann. Nadja hatte das auch noch ausführlicher beschrieben, dass z. B. die Hunde beim Stillen mit im gleichen Raum waren. Sie hat die Hunde nicht ausgegrenzt, sondern je nach Altersstand des Kindes die gemeinschaftlichen Aktivitäten angepasst.
      Verbote wurden gar nicht ausgesprochen, im Bedarfsfall wurde umgelenkt und Alternativverhalten angeboten.

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