Körpersprache beim Spielen

Beitrag 4 von 9 der Artikelserie: Das Spielverhalten von Hunden
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Durch die Körpersprache beim Spielen signalisieren Hunde, dass sie spielen. Durch Beobachten der Körpersprachen können also auch Sie Spiel erkennen.

Spielaufforderung

Hunde laden andere Hunde oft mit einer Spielverbeugung zum Spielen ein. Aber die Spielverbeugung – auch Vorderkörpertiefstellung genannt – taucht auch oft mitten im Spielen auf. Dann bedeutet sie: „Wir spielen immer noch! Auch wenn ich dich gleich kneife, dir die Zähne zeige, dich umremple – das ist nur spielen!“

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Körpersprache beim Spielen

Neben diesem eindeutigen Spielsignal können Hunde (und Sie) noch an vielen weiteren Merkmalen erkennen, dass die Hunde spielen. Denken Sie in Kurven. Die Spielverbeugung biegt die Rückenlinie und Schanz von der Seite betrachtet in eine S-Form. Beim Rennen machen sie „Bocksprünge“ mit runder Rückenlinie, die sich oft bis in die Rute fortsetzt – die am Rutenansatz nach oben getragen wird, dann aber nach unten „abbiegt“.

Betrachten Sie die Hunde von oben, beschreibt die Rückenlinie ein C oder sogar ein S. Sie rennen in Bögen und Kurven oder rempeln mit der Schulter oder der Hüfte – das erfordert eine Biegung des Rückens.

Die gesamten Bewegungen erscheinen übertrieben aber fließend und nicht steif und ruckartig.

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Spielgesicht

Ein Spielgesicht können fast alle Hundehalter spontan erkennen. Der Hund hat lockere Gesichtsmuskeln, die Ohren, Zunge und Lefzen „schlabbern“ einfach herum. Oft fliegen fliegen sie einfach, wohin die Schwerkraft sie grade schleudert. Durch die entspannten Gesichtsmuskeln haben die Augen einen „weichen“ Ausdruck.

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Spielpausen

„Schönes“ Hundespiel erkennen Sie auch daran, dass die Hunde immer wieder kleine, manchmal nur wenige Sekunden kurze Spielpausen einlegen. Diese Pausen dienen dazu, das Erregungslevel, das beim Spielen ansteigt, wieder zu senken. Welpen (und auch manche erwachsene Hunde) müssen erst lernen, das Spielen selbstständig zu unterbrechen. Dazu brauchen sie einen Spielpartner, der diese Pausen einleitet, oder Menschen, die ihr Spiel immer wieder freundlich unterbrechen, um für ein wenig Entspannung sorgen.

Selfhandicaping und Rollentausch

Selfhandicapping bedeutet, dass sich ein Hund beim Spielen zurücknimmt, weil sein Spielpartner z.B. viel kleiner, viel jünger oder körperlich unterlegen ist. Der Hund, der sich zurücknimmt, spielt dann z.B. im Liegen – auch auf dem Rücken, während der andere steht.

Beim Rollentausch wechseln sich die Hunde ab, z.B. beim Rennspiel sich als Jäger und Gejagter. Meistens ist das ein Zeichen dafür, dass die Hunde entspannt miteinander spielen und nicht einer ins Jagen/ Hetzen gefallen ist. Es gibt aber auch Hunde, die eine der beiden Rollen bevorzugen.

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Spannende Lektüre – Körpersprache

Je mehr Sie über Körpersprache lernen, desto interessanter wird es, Hunde zu beobachten. Sehen Sie sich Hundebilder an und versuchen Sie zu beschreiben, wie die Körperhaltung des Hundes aussieht

  • wie hält er die Ohren, Kopf, Schwanz
  • ist der Körper gerade ausgerichtet, oder ist er kurvig?
  • was bewegt sich und in welche Richtung, in welcher Geschwindigkeit und sieht das weich und fließend oder steif und ruckartig aus?
  • wo ist der Körperschwerpunkt, vorne, hinten, seitlich, tiefer gelegt?

Mehr Informationen finden Sie in diesen Blogs, Büchern und DVDs:

Patricia McConnell: Play Bows as Meta-Communication

Patricia McConnell: Play and Self Handicapping

Patricia MConnell: Lassie Self Handicaps with Willie

Barbara Handelman: Hundeverhalten: Mimik, Körpersprache und Verständigung, mit über 800 ausdrucksstarken Fotos

Brenda Aloff: Canine Body Language: A Photographic Guide Interpreting the Native Language of the Domestic Dog

Ute Blaschke-Berthold: DVD: Das Kleingedruckte in der Körpersprache des Hundes

 

Weitere Spiel-Fotos:

Martina Schoppe: Spielverhalten

 

 

 

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