Beitrag 2 von 2 der Artikelserie: Schleppleinentraining
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So, Schleppleine ist gekauft, das Aufwickeln der Leine hast du geübt, jetzt also zu den ersten Übungen mit Hund.

Ich seh‘ dich nicht

Sind Hunde an der Leine, neigen sie häufig dazu, die Hundehalterin zu ignorieren. Sie spüren ja durch die Leine, dass da am anderen Ende jemand ist.

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Deshalb muss der Hund im ersten Schritt zuerst einmal lernen, eigenständig Kontakt zur Hundehalterin aufzunehmen.

Umgebung ohne Ablenkungen

Wie immer im Training beginnen wir in einer ablenkungsarmen Umgebung, d.h. an einem Ort, an dem keine RadfahrerInnen, JoggerInnen oder andere Hunde zu erwarten sind.

Du kannst in den Übungseinheiten die Länge der Leine variieren, am Anfang des Trainings ist es oft geschickter, mit einer kürzeren Leine zu üben. Es ist wichtig, viele Möglichkeiten zum Clicken und Belohnen zu finden.

Mache dir einen Knoten in die Leine, um zu markieren, bis zu welchem Punkt du dem Hund Raum gibst.

Trainingsviereck

Suche dir ein Trainingsgelände, auf dem du dir ein Trainingsviereck denken kannst mit ca. 20m Seitenlänge.

Im ersten Schritt des Trainings läufst du auf den Seiten des Vierecks. Kommt der Hund, gibt es Click & Belohnung, danach wird der Hund wieder mit „Lauf“ freigegeben.

Hüpft der Hund aufgeregt um dich herum, reagierst du nicht, sondern gehst einfach weiter. Aber wenn der Hund ruhig bei dir läuft (das kann ruhig etwas vor oder hinter dir sein), gibt es einen Click und Belohnung.

Manchmal dauert es eine Weile, bis der Hund Kontakt aufnimmt – einfach abwarten. Auch an den Eckpunkten des Vierecks machst du kurze Pausen und wartest.

Kommt der Hund, gibt es Click und Belohnung. Kommt er nicht, dann läufst du nach ein bis zwei Minuten weiter.

Rückorientierung

Es lohnt sich, geduldig zu warten und die kleinste Rückorientierung belohnen. Das muss keine große Bewegung sein, es reicht schon eine Bewegung der Ohren.

Auch wenn der Hund lieber woanders hin möchte, wartest du einfach ab.

Trainingsplan

Diese Übung machst du in den nächsten Wochen täglich zweimal. Wenn du mit einem Welpen trainierst, dann übst du ungefähr 5 Minuten, bei einem Junghund ab 5 Monaten kannst du 10 bis 15 Minuten trainieren und bei älteren Hunden ca. 15 bis 30 Minuten.

Ablenkungen einbauen

Orientiert sich der Hund gut an dir, steigerst du die Ablenkung nach und nach.

  • Wiese ohne Ablenkung: 2 bis 3 Wochen
    abgelegen, keine freilaufenden Hunde
  • Wiese mit leichter Ablenkung: 2 bis 3 Wochen
    in der Ferne RadfahrerInnen, SpaziergängerInnen
  • Wiese mit mittlerer Ablenkung: 2 bis 3 Wochen
  • Wiese mit großer Ablenkung: 2 bis 3 Wochen
    Andere Hunde und Menschen in der Nähe, Parkplätze usw.

Die Ablenkung wird immer dann gesteigert, wenn der Hund den Kontakt zu dir hält. Gehe nicht zu früh zum nächsten Schritt über. Hier ist es wirklich sehr wichtig, sich Zeit zu nehmen.

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Trainingstagebuch

Im Training nimmst du oft die  Trainingsfortschritte nicht mehr wahr. Vielleicht hast du manchmal das Gefühl, es geht einfach nicht weiter.

Da hilft es sehr, ein Trainingstagebuch zu führen. Schreibe jeden Tag auf, was ihr gemacht habt, welche Fortschritte es gibt. Wenn dann mal wieder einer der Tage kommt, an dem du verzweifelst, dann mache eine Pause und lies im Tagebuch. Das zeigt dir, dass ihr doch schon gut vorangekommen seid.

*Die Zeichnung des schreibenden Hundes ist von Heinz Grundel.

 

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