Longieren – Rollenspiele

Aktualisiert am 01.03.2013
Beitrag 6 von 15 der Artikelserie: Longieren
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Klare Körperzeichen werden jetzt mit Rollenspielen für die Menschen geübt.

Mensch führen

Es longieren sich 2 Menschen. Der Führende öffnet mit seiner Richtungshand den Raum vor dem anderen (an der Nase) ohne den anderen zu berühren und verschliesst den Raum hinter ihm mit der anderen Hand (hinter dem Rücken).

  • Raum vorne mit Richtungshand öffnen
  • Raum hinten mit der anderen Hand schließen
06-Rollenspiele02

D.h. will ich nach rechts, dann öffnet meine rechte Hand mit einer einladenden Geste den Raum rechts von mir und meine linke Hand „verschliesst“ hinter der anderen Person den Raum. Man schiebt den anderen ohne ihn zu berühren.

Spannend ist, was der Geführte fühlt. Ob mit der Richtungshand Führung da ist, ob mit der anderen Hand Schutz im Rücken zu spüren ist… jeder sollte einmal fühlen können, was der Hund beim Longieren fühlen wird.

Schweigend führen

Ein anderes Spiel lässt sich sehr gut in einer Gruppe spielen. Ich bestimme eine Person als Hundeführer. Dieser sucht sich aus der Gruppe von Menschen einen als Hund aus und longiert diesen, während alle anderen zusehen.

06-Rollenspiele01

Nun öffnet er mit der Führhand den Raum nach vorne in Laufrichtung und zeigt damit die Richtung an.

Die Aufgabe ist, den „Hund“ in Kreisen und Kurven zu einem bestimmten Ziel zu führen und ihn dort zu stoppen. Dies alles geschieht schweigend und nur mit Körperzeichen.

Um die Schwierigkeit zu erhöhen, kann man auch noch Tempowechsel und Handwechsel /Richtungswechsel einbauen.

Dieses Spiel hilft, die Körpersprache zu verbessern. Sind wir bei diesem Spiel der Hund, dann fühlen wir die Wirkung der Sichtzeichen sehr genau.

Wir fühlen uns sicher geführt, wenn die Richtungsangabe sauber gegeben wird, und wenn wir im Rücken Schutz fühlen. Wir fühlen uns gut angehalten, wenn der andere das Bremsen körpersprachlich einleitet und wenn das Timing auch auf unser Reaktionsvermögen Rücksicht nimmt.

Trainerin spielt Hund

In einem anderen Rollenspiel spiele ich den Hund und lasse mich von einem Hundeführer am Longierkreis führen.

Wenn wir den dazugehörigen Hund dabei einfach frei laufen lassen, haben wir das spannende Phänomen, dass sein Hund sehr schnell zwischen uns läuft und sich an seinem Menschen orientiert. Das geschieht immer genau dann, wenn der Hundeführer sich körpersprachlich klar bewegt.

Sehe ich, dass sich der Hund zwischen uns führen lässt, dann baue ich mich „als Hilfsmittel “ ab und verschwinde langsam nach hinten. Und Hund und Mensch laufen als wunderschönes Team weiter.

Ich liebe dieses Spiel.

Sitz, Platz, Steh

Das Team kann nun gemeinsam starten, die Richtung wechseln und der Hund lässt sich aus der Bewegung stoppen. Jetzt fügen wir Handlungen wie Sitz, Platz, Steh hinzu.

Ich bevorzuge auch dabei Sichtzeichen. Mensch wie Hund haben den ruhigen Longierstil mittlerweile verinnerlicht. Wer einmal gefühlt hat, wie sich Harmonie in gemeinsamer Aktion nur durch Körpersprache herstellen lässt, verzichtet gerne auf überflüssige Wort-Kommandos.

3 Antworten

  1. avatar Dagmar sagt:

    Ich möchte noch anmerken, dass die Photos von einem Longierkurs in der Hundeschule Ammel sind. Ich bedanke mich bei Sonja Furter, dass sie die Photos zur Verfügung gestellt hat

  2. avatar Spielefan sagt:

    Finde es gut, dass man übt, nur mit Zeichen zu führen, da viele Hundebesitzer viel zu viel auf ihre Hunde einreden und diese dann gar nicht mehr auf das Wesentliche konzentriert sind. Wenn man übt einen Menschen durch Zeichen zu führen, bekommt man darüber hinaus auch noch ein gutes Feedback über die Ausführung. Gute Sache also.

  3. […] mit Band Dagmar Milde: Stopp und Kehre Dagmar Milde: Belohnung im Training Dagmar Milde: Rollenspiele Dagmar Milde: Körpersprache und Longieren Dagmar Milde: Distanz aufbauen Dagmar Milde: Mehrere […]

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