Longieren – Stopp und Kehre

Aktualisiert am 06.03.2013
Beitrag 4 von 15 der Artikelserie: Longieren
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Startsignal und Richtungsanzeige sind jetzt gut bekannt. Nun lernt das Team das Stoppen und die Kehre.

Stop

Zwischen zwei Targets, sozusagen „auf freier Strecke“, wendet sich der Hundehalter zum Hund und bleibt stehen.

Da die meisten Hunde nun schon grossen Spass am Longieren haben, ist der Hund unter Umständen schon am nächsten Ziel.

Unser Kriterium für den Hund ist: Anhalten, sobald sich der Hundeführer eindreht und stehen bleibt. D.h. der Hundeführer dreht sich ein, bleibt stehen und clickt, sobald der Hund stehen bleibt.

Die Übergabe der Belohnung findet genau an der Stelle statt, an welcher sich der Mensch den Hund gewünscht hat. Der vorausgepreschte Hund muss dafür zurück kommen, sich also selber korrigieren.

Dies ist ein sehr wichtiger Trainingsschritt: Die Korrektur veranlasst der Hund freiwillig und ohne Kommando.

Um dem Hund eine kleine Hilfe zur gewünschten Position zu geben, bieten wir die Belohnung direkt vor unserem Bauch an. Um an das Leckerli zu kommen, muss der Hund seine Position korrigieren.

Nach kurzer Zeit hält der Hund in der Regel auf der gewünschten Höhe an.

Kehre

Der Richtungswechsel „Kehre“ entwickelt sich aus dem Sichtzeichen zum „Stopp“. Der Mensch wendet sich zum Hund und sobald der Hund kurz innehält und Blickkontakt herstellt, gibt die Hand die neue Richtung an. Dann wendet  man sich in die neue Laufrichtung und läuft los.

Alle Signal werden körpersprachlich gegeben. Es gibt kein Rufen und keine Kommandos.

Zuerst wird mit 4 Targets am Kreis gearbeitet, später auf zwei reduziert.

Hunde denken und das Markersignal

Das freiwillige Agieren des Hundes steht nach meiner Trainingsphilosophie im Vordergrund.

Hunde sind kluge und kreative Wesen. Wir behandeln sie mit Respekt und fördern die freiwillige Kooperation mit dem Menschen.

Dazu fangen wir Verhalten ein, markieren und belohnen es. Der Hund wird uns das Verhalten wird immer häufiger anbieten.

Dafür wird zu Beginn der Übung ein Kriterium klar definiert.

Heisst die Aufgabe: „Bring deinen Hund am Kreis aus der Bewegung ins Sitz“, dann wird jedes „Sitz“ geclickt, egal, wo es angeboten wird.

Da wir konsequent die Belohnung nur an dem Ort überreichen, an welchem wir das Zeichen zum „Sitz“ gegeben haben, erreichen wir, dass unser Hund sich freiwillig und selbstständig korrigiert.

Auf diesem Weg erarbeitet er sich die Korrektur selber und lernt schneller als bei Korrekturen von unserer Seite.

Wir erreichen auf diesem Wege:

  • Das Verhalten wird immer häufiger und schneller angeboten
  • Das Verhalten wird häufiger an der richtigen Stelle angeboten
  • Hunde und Menschen besser aufeinander ein. Der Hundehalter schaut sehr genau hin, um richtig zu clicken und der Hund versucht, alle Zeichen wahrzunehmen, die ihm Informationen geben, was von ihm als nächstes erwartet wird.

Bietet uns der Hund das richtige Verhalten nicht an, dann müssen wir unseren Übungsaufbau überdenken.

Mögliche Ursachen könnten sein:

  • Schmerzen, Angst oder Unsicherheit beim Hund
  • Müdigkeit, vielleicht zu viel Aktionen vor dem Training
  • Der Hund versteht uns nicht – wir sind nicht klar im Aufbau
  • Der Hund weiss es einfach besser. Das geschieht manchmal beim Kreuzen an der Leine: Menschen laufen frontal aufeinander zu, Hund möchten gerne einen höflichen Bogen gehen

Wir bauen die Übung anders auf, damit der Hund uns versteht. Oder wir bauen Entspannungseinheiten ein.

3 Antworten

  1. […] Dagmar Milde: Targets am Longierkreis Dagmar Milde: Longierkreis mit Band Dagmar Milde: Stopp und Kehre Dagmar Milde: Belohnung im Training Dagmar Milde: Rollenspiele Dagmar Milde: Körpersprache und […]

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