Nützliche Tricks an der Leine

Aktualisiert am 14.05.2014
Beitrag 7 von 7 der Artikelserie: Spaß an der Leine
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Finde die Bordsteinkante

Im Straßenverkehr ist es wichtig, dass dein Hund nicht einfach auf die Strasse läuft. Dafür kannst Du üben, dass dir dein Hund Bordsteinkanten durch Stehen bleiben und/ oder Sitzen „anzeigt“. Geh auf dem Bürgersteig Richtung Straße und clicke einfach, wenn dein Hund ein bis zwei Schritte von der Bordsteinkante entfernt ist. Die Belohnung gibst du aus der Hand. Der Hund darf dabei gerne stehen – in diesem Trainingsschritt soll er erstmal bemerken, dass du immer clickst, wenn er kurz vor einer Bordsteinkante ist. Bevor du die Strasse überquerst, sagst du „okay“ (oder dein Freigabe-Signal“) oder auch „weiter“ um anzukündigen, dass ihr jetzt weiter geht.

Bau das „Bordsteinkanten-Training“ einfach in deinen Spaziergang ein. Du musst nicht anfangen, ständig die Strasse zu überqueren. Wenn du es aber jedes Mal anclickst, fällt irgendwann der Groschen und dein Hund wird sich zu dir umdrehen, weil er seinen Click am Straßenrand erwartet: Jackpot!

sitzen-an-strassenrand Wenn du möchtest, dass sich dein Hund am Straßenrand hinsetzt, kannst du nach dem Click & Belohnung das Sitzsignal geben (und natürlich belohnen!). Falls er noch kein Sitz-Signal kennt, kannst du das Belohnungsleckerchen so geben, dass er sich setzt. Oder du probierst, ob er sich von alleine setzt.

Ich arbeite für diese Situation gerne ohne Signal, weil ich dem Hund gerne die Entscheidung überlasse, ob er steht oder sitzt. Denn ich möchte nicht, dass er sich auf heißen oder eiskalten Untergrund setzen muss. Auch bei Hunden mit Gelenkproblemen ist häufiges Hinsetzen problematisch. Lege Wert auf ein zuverlässiges Stehen bleiben am Straßenrand und betrachte das Sitzen als nettes, aber nicht zwingend notwendiges Extra.

Übrigens muss es nicht unbedingt eine Bordsteinkante sein – auch den Übergang von Gras zu Schotter oder Asphalt könnt ihr so als „Bremsmarke“ einüben.

Seitenwechsel

Den meisten Hunden ist es unangenehm, frontal auf andere Hunde und auch Menschen zu zugehen. Deshalb ist es praktisch, wenn dein Hund  hinter dir auf deine andere Seite wechseln kann. So läuft er einen höflichen kleinen Bogen auf die abgewandte Seite. Zum Aufbau des Seitenwechsels ist das Handtarget sehr nützlich, den du schon von den Wendungen kennst.

Zum Aufwärmen clickst Du einfach wieder ein paar Mal „folge dem magischen Händchen“. Dann führst du den Hund mit der linken Hand (wenn dein Hund links von Dir steht) hinter deinen Rücken, clickst und gibst die Leckerchen  mit deiner rechten hinter deinem Rücken. Dann stellst du dich wieder so, dass er links von dir ist und wiederholst den Ablauf drei bis vier mal mit Leckerchen. Dann lässt du das Leckerchen weg und arbeitest daran, dass er an deiner Rechten als Targethand auf Deine rechte Seite folgt. Das ist wichtig, denn die Hand brauchst Du „leckerchenfrei“, um später hinter dem Rücken die Leine zu übernehmen.

Wenn das flüssig klappt, kannst Du den Seitenwechsel „in Bewegung“ üben. Dazu gehst Du ein paar Schritte, bleibst stehen und machst die bekannte „Folge dem Händchen“ Bewegung und gehst los, wenn der Hund auf Deiner rechten Seite auftaucht – click, Superbelohnung. Im nächsten Trainingsschritt baust du langsam das Stehenbleiben ab. Jetzt brauchst Du nur noch ein Wortsignal zu verknüpfen und fertig ist der Seitenwechsel von Links nach Rechts.  Anschließend übst Du den Seitenwechsel von Rechts nach Links.

„Fertige“ Beispiele findest Du in diesem Video von Karin – z.B. bei Sekunde 30 mit gleichzeitiger Wendung. Oder bei 1min 2sek. als „Kreis“. Hier läuft Kira ganz um Karin herum, aber man sieht schön, wie flüssig die Leinenübergabe klappt und warum „vorne herum wechseln“ unpraktisch ist.

 

Welche nützlichen „An der Leine“ Tricks können Eure Hunde? 

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