- Problemhund? Erziehung mit Positiver Verstärkung
- So viel Neues, so viele Fragen
Wir haben Wolf, einen Problemhund aus dem Tierheim, positiv und gewaltfrei erzogen. Wir brauchten Geduld und haben zum Dank eine wunderbare Zeit mit ihm gelebt.
Warum Wolf?
Ich weiß nicht, was mich damals dazu bewogen hat, mich gerade für Wolf zu entscheiden. Wolf war ein schätzungsweise acht Jahre alter Schäferhundmischling, der im Tierheim Wilhelmshaven lebte und auf ein neues Zuhause hoffte.
Von Obdachlosen dort abgegeben und mit Narben übersät.
Damals war ich ehrenamtlicher Helfer im Tierheim und beschäftigte mich mit Wolf. Ein Hund, der mit allen anderen Hunden vollkommen unverträglich war. Er rastete schon komplett aus, wenn er einen anderen Hund in einer Entfernung von mehreren hundert Metern auch nur erahnte.
Chaot
Was mich auch immer bewogen hat, ihn zu uns nach Hause zu holen: es war eine echte Erfahrung.
Wolf riss uns täglich die Gardinen von den Fenstern, er räumte die Fensterbänke ab, prügelte sich mit anderen Hunden, zerfetzte unsere Kleidung und biss als Krönung des Ganzen auch noch ein Loch in unsere Badezimmertür.
Tische flogen durch die Gegend, er zerdepperte und zerfetzte alles, was auf dem Boden lag.
Zurückbringen?
Wolf war ein Chaot, wie man ihn sich schlimmer nicht vorstellen konnte. Eines war aber sicher. Wenn wir ihn zurückbringen würden, wäre sein Schicksal besiegelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand so einen Chaoten nach Haus holt und ihn behält, war extrem gering.
Ich hatte ein Problem
Ich hatte also einen Hund. Und ich hatte ein Problem.
Die erste Grundsatzentscheidung lautete also: Der Hund bleibt. Das Problem muss weg. Nur wie?
Hundetrainer suchen
Da ich damals noch Laie in Sachen Hundehaltung war, wollte ich mich einem guten Hundetrainer anvertrauen. Also schaute ich mir verschiedene Hundegruppen, Hundeschulen und Vereine an. Und was ich dort sah – das habe ich selbst als Laie erkannt – konnte nicht richtig sein.
So geht es nicht
Ich habe gesehen, wie Hunde auf den Rücken gedreht, gewürgt und sonst wie misshandelt wurden. Ich habe Leinenrucks an Halsbändern gesehen und großspuriges Gelaber gehört: von 20 Jahren Erfahrung und das Hundehalter von überall her kämen, um ihren Hund dort ausbilden zu lassen und so weiter und so fort.
Wer 20 Jahre lang Mist macht, hat natürlich auch 20 Jahre Erfahrung. So eine Aussage klärt doch nicht die Frage nach Wissen, Können und Kompetenz.
Der positive Weg
Als wir erkannten, dass all das der falsche Weg ist, lernten wir im Internet eine Hundepsychologin kennen, deren Namen ich heute leider nicht mehr weiß. Wir haben nur zwei Mails getauscht.
Und diese Hundepsychologin war es dann auch, die uns aufzeigte, dass es auch einen positiven, gewaltfreien Weg gibt, der langfristigen Erfolg verspricht.
Wir machten uns also auf den Weg…
Teil 2 folgt.


ich bin auf die Fortsetzung gespannt
So soll’s sein
“Wer 20 Jahre lang Mist macht, hat natürlich auch 20 Jahre Erfahrung. So eine Aussage klärt doch nicht die Frage nach Wissen, Können und Kompetenz.”
und wie lange müssen wir jetzt auf Teil 2 warten? *ungeduldigrumzappel*
“Ich hatte also einen Hund. Und ich hatte ein Problem. Die erste Grundsatzentscheidung lautete also: Der Hund bleibt. Das Problem muss weg. Nur wie?” Eine tolle Entscheidung angesichts von Wolfs Einstand im Leben von Stefan Wittenfeld – und einer meiner Lieblingssätze bisher. Und, eehhhm, ja: Wann kommt der zweite Teil???
Ich kenne dieses Gefühl und die Gedanken mit dem Ergebnis: Der Hund bleibt, das Problem muss weg. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.
Toller Artikel! Teil 2 wird mit Spannung erwartet.
Ich warte auch ganz gespannt auf Teil 2!
Baaaaaaaaaaaaah! Jetzt da so einfach aufzuhöhren!Siitze da voller Spannung…gut, dass Teil 2 nicht lange auf sich warten lässt!!!
Toller Artikel, aber viel zu lang bis Teil 2. …