Beitrag 5 von 9 der Artikelserie: Das Spielverhalten von Hunden
Print Friendly

Rennen, raufen oder Maulfechten? Bevorzugt Ihr Hund einen Spielstil oder wechselt er, je nach Situation oder Spielpartner? 

Rennspiele

Der Crispel mag draussen am liebsten Rennspiele, sehr gerne als Gejagter und vorzugsweise ohne Körperkontakt. Andere Hunde wechseln die Rollen als Jäger/Gejagter oder zwischen Rennen und Raufen.

Rennspiele sehen spektakulär aus, wenn die Hunde mit hoher Geschwindigkeit durch die Gegend sausen. Behalten Sie Ihren Hund gut im Auge, denn es kann leicht zu Unfällen oder Missverständnissen zwischen den Hunden kommen.

  • Stürze durch unebenen Untergrund oder andere Hindernisse
    Achten Sie darauf, dass genügend Platz ist. Schnellere Hunde brauchen mehr Platz als langsame. Am Besten eignen sich ebene Flächen mit kurzem Gras, möglichst ohne Mauselöcher. Potentiell gefährlich sind auch Gräben, besonders wenn nicht gut erkennbar ist, wie breit der Graben ist und/oder die beiden Seiten des Grabens nicht gleich hoch sind.
  • Kippen ins Jagdverhalten
    Ein Rennspiel ist nur eins, wenn beide Spielparteien dieser Meinung sind. Wenn der Gejagte denkt, der andere hetzt ihn, ist es keins mehr, auch wenn der andere tatsächlich spielt. Vorsicht besonders bei unsicheren Hunde und Spielpartnern, die  schneller sind und/oder beim Einholen zu körperbetont spielen.
    Wenn der jagende den anderen Hund für „Beute“ hält, ist es auch kein Spiel mehr, auch wenn der Gejagte das noch nicht mitbekommen hat. In beiden Fällen gilt: Die Halter rufen ihre Hunde ab. Ob Sie die Hunde nach einerEntspannungsphase weiterspielen lassen können, müssen Sie jeweils individuell entscheiden. Vorsicht ist da im Zweifel besser als als Nachsicht.
  • Frust
    Auch wenn der Gejagte sehr viel schneller ist als der Spielpartner, kann es zu Problemen kommen. Für einige Hunde ist es extrem frustrierend, wenn sie den Spielpartner nicht einholen können. „Erwischen“ sie den anderen Hund schließlich, kann der Frust in Aggression umschlagen. Der Crispel hat aus solch einer Situation einige „felllose Andenken“ zurückbehalten.
    Falls Sie einen sehr schnellen Hund haben, achten Sie darauf, dass Sie ihn möglichst nicht mit einem gerne jagenden, langsamen, sehr leicht frustrierten Hund spielen lassen. Wenn Sie Besitzer der „anderen Sorte“ sind, suchen Sie ihm Spielpartner, die möglichst gleich schnell oder langsamer sind als er, oder die sich seinem Tempo anpassen können.  Möglicherweise mag er sowieso viel lieber Raufspiele spielen – vielleicht finden Sie dafür einen besser passenden Partner.

[sG_imagesSolo id=86]

 

Maulfechten

Beim Maulfechten gehts ums Maul. Einer greift das Maul des anderen von oben, unten, der Seite, ganz oder nur den Ober- oder Unterkiefer. Es gibt fließende Übergänge zum Raufspiel, indem auch Ohren, Nacken-/Halsfell oder in die Beine gegriffen wird. Ich schreibe extra „greifen“, weil es zwar zu Körperkontakt kommt, aber keine Verletzungsabsicht besteht.

Bei dieser Spielart sind viele Hundehalter sehr beunruhigt, weil sie dabei sehr viele sehr weiße Zähne zu sehen bekommen. Dabei gilt sehr vereinfacht gesagt, solange Sie zwei Sätze Zähne sehen können, ist meistens alles gut 😉 Achten Sie auf die restliche Körpersprache der Hunde – sieht sie weich, fließend und rund aus? Oder steif und verkrampft?

 

[sG_imagesSolo id=85]

 

Raufspiele

Raufspiele sind sehr variabel und sind sozusagen eine Mischung zwischen Rennspiel und Maulfechten. Es wird mit der Hüfte oder der Schulter gerempelt, auf dem Boden gerollt, mit den Pfoten gehauen oder ins Fell gegriffen und gezogen. Manche Hunde spielen das im Laufen, andere „stationär“.

Achten Sie auf Spielpartner, die von der Größe, Gewicht und Mobilität gut zu Ihrem Hund passen. Bei zu großen Unterschieden ist die Verletzungsgefahr sehr groß. In dem Fall muss der größere/schwerere/mobilere Hund die Kunst des „Selfhandicapping“ in Perfektion beherrschen, sonst kann es leicht zu Unfällen kommen.

[sG_imagesSolo id=87]

 

5 Antworten

Leave a Reply to David Gospodarek via Facebook

Hier klicken, um das Kommentieren abzubrechen.

http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_bye.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_negative.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cool.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_heart.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_rose.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_smile.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yes.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cry.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_sad.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_unsure.gif 
http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif