Stabilen Rahmen bilden

Beitrag 2 von 3 der Artikelserie: Die Puzzle-Methode
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Beim Puzzeln starten die meisten mit dem Rand – und was hat das mit Hundetraining zu tun?

(c) unrescued auf youtube </br> http://www.youtube.com/watch? Die Rahmen-Puzzleteile sind leicht aus der Menge der Teile herauszufinden und geben dem Puzzle einen Rahmen.

Auch im Hundetraining sind die Rahmen-Puzzleteile sehr wichtig. Leider sind diese nicht so leicht erkennbar wie die echten Puzzleteile. Im üblichen „Grunderziehungsprogramm“ kommen die folgenden Trainingsrahmen-Puzzleteile meistens gar nicht vor. Wenn Sie sie in Ihr Training einbauen, machen Sie sich und Ihrem Hund das Lernen sehr viel einfacher.

Sicherheit und geeignete Lernumgebung

Hunde können nicht lernen, was wir von ihnen möchten, wenn sie unsicher sind oder Angst haben. Das Wichtigste ist immer, Lernsituationen herzustellen, in denen sich der Hund sicher fühlt. Dazu gehört auch, dass Hunde von ihren Menschen nie etwas Unangenehmes zu erwarten haben.

Auch andere Umweltbedingungen sind dem Lernen abträglich. Viele Hunde können sich z. B. kaum konzentrieren, wenn Artgenossen anwesend sind. Andere reagieren stark auf sich schnell bewegende Objekte. Jagdlich ambitionierte Hunde können angesichts Wild oder Wildspuren nur ans Jagen denken. 

Eindeutige Kommunikation

weggabelung Die meisten Hunde wären fantastische Rateshow-Kanditaten. Oft finden sie irgendwie heraus, was sie machen sollen. Aber in vielen Situationen raten sie falsch und werden dann vielleicht dafür bestraft. Das ist nicht fair dem Hund gegenüber.

Helfen Sie dem Hund zu verstehen, was Sie von ihm möchten, indem Sie eindeutig mit ihm kommunizieren. Mit Markersignalen können Sie dem Hund mitteilen, welche Verhalten Sie vermehrt sehen möchten. Durch die Einführung  durchdachter Signale kann Ihr Hund besser verstehen, was er tun soll. Nehmen Sie z. B. keine geöffnete Handfläche als Signal für den Nasentouch, wenn Ihr Bleib-Signal fast genauso aussieht.

Signale sollten auch nur mit einem Verhalten verknüpft sein. Wenn „Aus“ sowohl „lass es fallen“ als auch „sei ruhig“ und „spring mich nicht an“ heißt, hat das nur für Menschen eine gewisse Logik.

Individuelle Belohnungen

pimp-your-marker-2 Viele Hunde arbeiten für Futter und obwohl die meisten wohl eher die Wurst wählen würden, machen einzelne für Apfelspalten Kopfstand. Andere interessieren sich draußen nicht die Bohne für Käsewürfel, Putenstückchen und Co. und schon gar nicht für Trockenfutterbrösel.

Jeder Hund hat persönliche Vorlieben und Hobbies. Hier ist Forschen nach passenden Belohnungen gefragt. Solche Belohnungen sind nicht so praktisch einsetzbar oder müssen erst aufgebaut werden. Aber Ihr Hund wird die Mühe mit Feuereifer belohnen. 

Kooperation und Aufmerksamkeit

Manche Hundehalter haben das große Los gezogen und einen Hund, der von sich aus so gerne etwas mit ihnen macht. Doch die Mehrzahl der Hunde müssen erst lernen, in allen möglichen Situationen und Umgebungen mit ihren Menschen zusammenzuarbeiten.

Viele Hundehalter wissen gar nicht, dass das Erlernen von Kooperation und Aufmerksamkeit eine Grundvoraussetzung ist. Spätestens wenn Ablenkungen ins Spiel kommen, wird „normales“ Training sehr schwierig.

Wie alle anderen Verhalten, die der Hund erlernen soll, müssen auch Kooperation und Aufmerksamkeit in unterschiedlichen Situationen geübt, belohnt und generalisiert werden.

Bringen Sie die Rahmen-Puzzleteile in Position und Sie werden merken, wie Ihr Training viel besser flutscht.

 

2 Antworten

  1. avatar Annette mit Obi sagt:

    Sehr schön treffend geschrieben.

  2. avatar Tanja sagt:

    Perfekt! Danke.

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