Trainingsziele und eindeutige Kommunikation

Aktualisiert am 29.06.2013
Beitrag 3 von 11 der Artikelserie: Verstärkung im Hundetraining
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Wenn Sie ein Verhalten öfter sehen wollen, verstärken Sie es!

Klingt das zu schön um wahr zu sein? Tatsächlich ist Training mit Verstärkung aber ziemlich einfach. Es gibt nur wenige Regeln und es ist nicht so schlimm, wenn mal was schief geht. Sie dürfen mal vergessen zu belohnen. Es ist so gar nicht schlimm, wenn Sie ab und zu versehentlich etwas „Falsches“ verstärken.

Trainingsziele

weggabelung Nur wenn Sie wissen, wo Sie hin wollen, kommen Sie da auch an. Deshalb sollten Sie zunächst entscheiden, was Sie von Ihrem Hund erwarten.

  • Welche Verhalten soll er beherrschen, damit er den Alltag problemlos meistert?
  • Gibt es „Baustellen“?
  • Möchten Sie Hundesport mit ihm betreiben?

Der kooperative Hund

Mein oberstes Trainingsziel ist ein denkender, fröhlich mitarbeitender Hund, der mir Verhalten anbietet. Diesem Trainingsziel ordne ich alle anderen Ziele und Trainingsmethoden unter. Anders ausgedrückt: Wenn ich möchte, dass der Hund etwas macht, ist es meine Verantwortung, die Umstände so herzustellen, dass er sowohl kann als auch will!

Welche Trainingsziele haben Sie?

Eindeutige Kommunikation

ruckblick Immer wenn Sie Ihren Hund bei einem Verhalten „erwischen“, das Ihnen gefällt, können Sie es verstärken. Wenn sich Ihr Hund zum Beispiel auf dem Spaziergang zu Ihnen umsieht, können Sie das belohnen. So wird er sich auch in Zukunft nach Ihnen umschauen. Damit das klappt, muss der Hund allerdings die Belohnung mit seinem Verhalten „Frauchen/Herrchen ansehen“ verknüpfen können.

 

 

Timing

Damit das gelingt, müssen Sie die Verstärkung innerhalb von 2 Sekunden nach dem Verhalten geben. Das ist leicht, wenn der Hund direkt neben Ihnen steht, und Sie sofort ein Leckerchen geben können.

max-beverungen2 Komplizierter wird es, wenn der Hund in größerer Entfernung oder nur  für einen Sekundenbruchteil ein Verhalten zeigt, das Sie verstärken wollen.

Wenn Sie zum Beispiel üben, dass sich Ihr Hund aufs Signal in 10m Entfernung setzt, muss der Hund die Belohnung genau in dem Moment bekommen, in dem er sich setzt. Es ist zu spät, wenn Sie erst zu ihm hinlaufen müssen, vielleicht steht er in dieser Zeit auch schon wieder auf…

Oder vielleicht möchten Sie üben, dass Ihr Hund sich automatisch hinsetzt, wenn er einen Menschen begrüßt. Es ist schwierig, einen aufgeregten Hund fürs „Sitzen“ zu belohnen, wenn das Sitzen nur eine Nanosekunde lang andauert.

Zum Glück wurden dafür die Markersignale erfunden. Damit überbrücken Sie den Zeitraum und die Distanz.

Markersignale

spotlight Ein Markersignal ist wie ein Spotlight – es beleuchtet ganz genau das Verhalten, dass Sie verstärken möchten und verbindet es mit der Belohnung.

Das Markersignal baut eine Brücke vom Verhalten zum Verstärker, so dass Sie ein paar Sekunden mehr Zeit haben, dem Hund die Belohnung zu geben.

Mit einem Markersignal können Sie dem Hund also eindeutig mitteilen, dass er den Käsewürfel bekommt, weil er sich in 10 Metern Entfernung auf Signal hingesetzt hat.

Oder Sie können ihm mit einem Markersignal verclickern, dass es sich lohnt, sitzen zu bleiben, wenn er einen Menschen begrüßen möchte.

Lesen Sie im nächsten Teil, wie Sie ein Markersignal aufbauen und wie Sie am besten ins Markertraining einsteigen können.

 

2 Antworten

  1. […] Verstärkung? Martina Schoppe: Risiken und Nebenwirkungen der Verstärkung Martina Schoppe: Trainingsziele und eindeutige Kommunikation Martina Schoppe: Und es hat Click gemacht Martina Schoppe: Verhalten – wie von […]

  2. […] Verstärkung? Martina Schoppe: Risiken und Nebenwirkungen der Verstärkung Martina Schoppe: Trainingsziele und eindeutige Kommunikation Martina Schoppe: Und es hat Click gemacht Martina Schoppe: Verhalten – wie von Zauberhand […]

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