Beitrag 2 von 4 der Artikelserie: Was mache ich denn, wenn
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Es reicht nicht aus, das gewünschte Verhalten zu üben, damit „An lockerer Leine“ klappt.

Die 5 Säulen beim „lockere Leine“-Training

  • Warum zieht der Hund an der Leine
  • Ziehen verhindern
  • Ziehen unterbrechen
  • „An lockerer Leine gehen“ üben und einsetzen
  • Bedürfnisse des Hundes befriedigen

Warum zieht der Hund an der Leine?

lockere-leine8 Der Hund läuft  einfach schneller, erreicht das Ende der Leine und der Leinenzug löst den Oppositionsreflex aus. Der Hund zieht. Weil das gerade bei Welpen anfangs unproblematisch erscheint, wird das Verhalten verstärkt. Wenn der Hund dadurch auch noch an interessante Verstärker gelangt (zum anderen Hund, zu einer interessanten Schnüffelstelle, etc.) lohnt  sich ziehen richtig.

Weitere Ursachen können sein:

  • Angst (dem Angstauslöser ausweichen)
  • Frust (Mensch geht zu langsam, Hund hat nie Freilauf, vor ihm geht ein anderer Hund, uvm)
  • Aggression (will zum Auslöser, um diesen zu vertreiben)
  • Jagdverhalten
  • mangelnde Impulskontrolle etc.

Denkt ihr, dass einer dieser Punkte auf euren Hund zutrifft, zieht bitte einen Trainer hinzu!

Ziehen verhindern

Das „An der Leine ziehen“ zu verhindern. ist etwas tricky. Denn ihr könnt ja meistens die Leine nicht einfach loslassen.So könnt ihr Leinenziehen dennoch verhindern:

  • Verwendet eine längere Leine. Der Hund erreicht nicht gleich das Leinenende. Er hat etwas mehr Radius um an interessanten Stellen schnuppern und eine etwas längere Strecke traben oder galoppieren zu können, um uns einzuholen.
  • Markert  häufig, wenn die Leine locker ist. Das ist natürlich auch „Alternativ-Verhalten trainieren“. Da der Click aber auch das Verhalten (schneller laufen als der Mensch) beendet, verhindert ihr, dass der Hund ins ziehen kommt. Belohnt den Hund „nach hinten“ – dann kann er wiederum mehr Strecke schneller laufen.
  • Macht euch das Unterscheidungslernen zunutze: Zum „an lockerer Leine üben“ verwendet ihr ein Geschirr, an dem ihr vorne auf der Brust anleinen könnt. Verwendet ein anderes Geschirr oder leint auf dem Rücken an, wenn ihr zum Üben keine Zeit oder Lust habt. Hier findet ihr ein Video dazu.

Ziehen unterbrechen

auf dem Rücken angeleint = er darf auch mal ziehen Unterbrecht so früh wie möglich. Ihr könnt dazu seinen Namen, euer Umorientierungssignal oder ein Unterbrechersignal verwenden. Je früher ihr unterbrecht, desto weniger verstärkt ihr versehentlich an der Leine ziehen. Wenn weder Reinclicken noch Ansprechen funktioniert, bleibt ihr sofort stehen – lasst Euch nicht mehr ziehen. Markert eine Umorientierung zu Euch und geht zur Belohnung weiter. Damit das nicht zu einer Verhaltenskette wird, müssen die anderen Maßnahmen aber überwiegen!

Gewünschtes Verhalten üben und einsetzen

Leine vorne eingehakt = an lockerer Leine gehen Wie das geht findet ihr hier und hier. Denkt daran, dass „an lockerer Leine gehen“ im Alltag sehr schwierig für den Hund sein kann und ihr die Belohnungsrate erhöhen oder andere Details einfacher für den Hund machen müsst. Wenn ihr in einer Gruppe unterwegs seid, versucht am vorderen Ende zu gehen – hinten ist es für die meisten Hunde schwieriger.

Erwartet nicht, dass der Hund gleich minutenlang an lockerer Leine laufen kann. Sprecht ihn freundlich an, bevor er das Leinenende erreicht, puzzelt und shapt an der Schleppleine an der Radiusverkleinerung. Wenn es zu schwierig wird, leint lieber auf den „Zughundemodus“ um und gönnt dem Hund eine Pause, indem ihr aus der Situation geht.

Bedürfnisse des Hundes befriedigen

Hunde sind Lauftiere. Findet Möglichkeiten, den Hund freilaufen zu lassen. Mietet einen Hundeplatz. Besucht einen Schnüffelgarten oder einen Windhundeauslauf. Verwendet eine sehr lange Schleppleine – mindestens 20 Meter – und spielt das „Wirf das Leckerchen“-Spiel. Geht mit ihm joggen oder Fahrradfahren (in seinem Tempo), oder vielleicht startet ihr eine richtige Zughundekarriere.

Aber es muss nicht immer „Rennen“ sein. Probiert mal aus, wie „langsam“ ihr vorwärts kommt, wenn ihr die Hund an die Macht lasst und sie in ihrem Tempo schnüffeln, erkunden und beobachten dürfen.

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