Zusammen ist man weniger allein

Aktualisiert am 31.01.2015
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Bei aufgeregten Hundebegegnungen ist eine improvisierte Übungseinheit viel besser, als dem anderen Hundehalter kluge Ratschläge zu geben…

Aufgeregter Dackel

Das ist mir vor kurzem passiert – und ich freue mich immer noch darüber.

Ich laufe mit meinem Hund die Marktstraße hinunter. Auf der gegenüberliegenden Seite sehe ich einen Herren mit einem dackelähnlichem Hund. Der Kleine ist total in Rage, das Herrchen gebückt mit der Hand seitlich im Fell und schimpft mit dem Hund. Ich bin nicht begeistert, mische mich aber nicht ein.

Ich gehe mit meinem Hund ins Geschäft, komme wieder raus und mache mich auf den Rückweg.

Improvisierte Übungseinheit

Wir begegnen dem Mann mit Hund wieder, dieses Mal auf unserer Straßenseite. Der Hund flippt aus, der Mann packt ihn wieder seitlich am Fell.

Ich sage zu dem Mann: „Nee, diesmal machen wir das anders…“, drehe mich um und gehe ein paar Schritte zurück. Der Dackel kriegt sich wieder ein, das Herrchen gibt das Signal zum Sitzen und das Dackelchen sitzt.

Lob, Lob und nochmal Lob

Ich rufe: „Loooooben!!!!!“

Wir nähern uns langsam Schritt für Schritt: gut, geht noch…

Doch dann steht der Dackel auf. Wir bleiben sofort stehen, das Herrchen ruft: „Siiiiitz“, Dackel sitzt. Das Herrchen lobt, was das Zeug hält. Und hört gar nicht wieder auf.

Ich sage zu ihm: „Ist doch prima so, das sind vielleicht fünf Meter, da kann man doch gut anfangen, damit zu arbeiten.“

Wir wechseln die Straßenseite und setzen dort unseren Weg fort. Das Herrchen lobt immer noch seinen Hund.

Trainingspartner helfen

Ich bin keine Hundetrainerin. Ich mag den Leuten auch keine Vorschriften machen, wie sie mit ihren Hunden umzugehen haben.

Aber es war toll, zu sehen, wie der Mann aus seinem Unmut über die „missratene Pöbeltöle“ sich in jemanden verwandelte, der richtig stolz auf seinen Hund war.

Mir hat es wieder mal eines gezeigt: Wenn man ein Problem hat, dann hilft es oft, einen Trainingspartner zu haben. Ohne kommt man nicht wirklich weiter.

Helfen und nicht verurteilen

Im Nachhinein war es gut, dass ich mir beim ersten Sichtkontakt jeglichen unpassenden Kommentar verkniffen habe.

Positiv bestärken fühlt sich also nicht nur für den Hund besser an, sondern auch für die Menschen.

4 Antworten

  1. avatar anjoli sagt:

    Super! http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif
    Vorallem, dass sich der Herr darauf eingelassen hat.

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