Beitrag 2 von 5 der Artikelserie: Angst vorm Autofahren
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Hilfsmittel

Du hast deinen Trainingsplan erstellt und kannst dir jetzt überlegen, welche Hilfsmittel du im Training hilfreich sein könnten. Wie kannst du unerwünschtes Verhalten verhindern?

Beim Training für den Rückruf wird zum Beispiel eine Schleppleine verwendet, so lange der Hund noch nicht zuverlässig abrufbar ist. Beim Anti-Giftköder-Training wird oft Maulkorb und Leine eingesetzt, um das unerwünschte Verhalten zu verhindern.

Auch beim Training für das Autofahren hast du Möglichkeiten, unterstützend zu helfen:

  • TrainingspartnerIn
    Eine Person fährt (irgendwann) – die andere Person kümmert sich um den Hund
  • Suche abgelegene Wege zum Üben auf oder nutze anfangs einen Parkplatz nach Ladenschluss
  • Sehr hilfreich ist eine Box oder ein Sichtschutz fürs Auto
    Eine Box oder ein Sichtschutz (Sonnenblenden oder Autoschutzfolien) bringt oft bereits etwas mehr Ruhe. Die sich schnell bewegenden Außenreize sind weniger eindringlich.

Entspannungssignale

Entspannungssignale sind ganz wichtig und können sein: Decke, Duft, Halstuch, Kuscheltier, Thundershirt, Musik. Solche Signale müssen in einer für den Hund sicheren und angstfreien Umgebung trainiert werden. Sie müssen klassisch mit Entspannung verknüpft sein, damit sie helfen.

Adaptil oder homöopathische Mittel!

Adaptil ist als Tablette, Zerstäuber und Spray erhältlich. Adaptil Tabletten wirkt über Tryptophan und B-Vitamine, Zerstäuber und Spray über Pheromone.

Bitte nicht enttäuscht sein, sollte es nicht funktionieren. Nicht jeder Hund reagiert auf den enthaltenen Wirkstoff.

Schlecken und kauen02Kauen beruhigt!

Ein gefülltes Spielzeug, wie zum Beispiel der Kong kann dem Hund Beschäftigung und damit Ruhe bringen. Ideen für Füllungen findest du hier.

Du kannst es auch mit getrocknetem Pansen und Kauartikeln wie Schweine-, Rinder- oder Hasenohren versuchen.

Vorwarnen

Es gibt Signale, die dem Hund Sicherheit vermitteln, weil sie ihn darauf vorbereiten, was jetzt gleich passieren wird. Wir Menschen kennen das vor allem von Ärzten, die erklären, was sie jetzt tun werden und warum. Auch Tiere warnen sich bei Gefahr.

Beim Autofahren kann frau solche Signale sinnvoll einsetzen. Das Ankündigen von für uns alltäglichen Dingen, wie das Starten des Motors, das Losfahren, das Fahren in eine Kurve oder Schlaglöcher oder auch Bahnübergänge. Auch das Geräusch des Blinkers oder vorbeifahrende LKWs oder Traktoren sollten angekündigt werden, weil sie Hunde ängstigen können.

Tricks

Es gibt Tricks, die dein Hund, wenn er auf der Rückbank oder dem Beifahrersitz mitfährt, auch im Auto ausführen kann. Mein Tipp: das Targettraining!

Übe als Target für den Hund deine eigene Körperoberfläche. Das kannst du super im Auto einsetzen, weil du spürst, dass der Hund das Signal ausführt und nicht nachsehen musst. Bewährt haben sich folgende Tricks:

  • Nasentouch gegen Gesicht, Finger, Hand, Schulter, Oberarm, Oberschenkel
  • Pfotentouch gegen Schulter (Vorsicht bei Grobmotorikern!)
  • Kopf an den Oberarm pressen
  • Kopf auf die Schulter ablegen

Der Kofferraummanners-minder

Du kannst in den Kofferraum eine „Futtermaschine“ stellen, die du über einen Knopf bedienen kannst oder auch der Hund selbst auslöst. Wird der Knopf bedient, werden Leckerchen ausgespuckt.

Wenn du handwerklich geschickt bist, kannst du auch selbst eine Vorrichtung zum Belohnen im Kofferraum bauen.

Ausprobieren

Jetzt hast du eine Liste mit möglichen Hilfmitteln und kannst ausprobieren, was deinem Hund hilft. Schreibe das auf, so dass du auch später nachschauen kannst, was dem Hund geholfen hat.

Die Vorbereitungen sind getroffen – im nächsten Artikel beginnen wir dann mit dem eigentlichen Training.

 

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