Gesundheit – Zusammenhang Verhalten und Gesundheit

Aktualisiert am 06.06.2013
Beitrag 6 von 7 der Artikelserie: Gesundheit Hund
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Das Verhalten eines Hundes steht oft in Zusammenhang mit seinem gesundheitlichen Zustand. Verhaltensänderungen können Anzeichen für gesundheitliche Probleme sein. Hunde zeigen z. B. Schmerz oft nicht deutlich an.

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Ich möchte Ihnen einige Beispiele dafür nennen:

  • Ein Hund läuft mit ausgestellten Hinterläufen, zeigt sonst aber keinerlei Auffälligkeiten. Die Besitzerin beschreibt, dass der Hund sich in den letzten Monaten zurückgezogen hat, erklärt sich diese Tatsache aber mit dem Älterwerden. Sie beschreibt auch, dass der Hund in entspannten Situation Urin verliert.
    Eine Röntgenuntersuchung ergab, dass er unter schweren Spondylosen leidet.
  • Eine Hündin zeigt sehr oft das sog. „Schlitten fahren“, das heißt, sie zieht ihr Hinterteil über den Boden. Man nimmt an, dass die Analdrüsen verstopft sind und entleerte sie mehrfach, obwohl sie nicht verstopft waren.
    Bei genauerer Beobachtung kommt heraus, dass die Hündin dieses Verhalten immer zeigt, wenn sie in neuen Gebieten spazieren geht. Es ist ein Übersprungsverhalten.
  • Ein  Hund schläft nachts unruhig und schmatzt immer zu einer bestimmten Uhrzeit. Er knirrscht ab und an mit den Zähnen. Dazu will er dringend raus und frisst Unmengen von Gras. Als weiteres Symptom zeigt er häufig ein Abschlucken von Luft. Ansonsten ist er vom Verhalten völlig unauffällig.
    Nach genauer Diagnostik stellt sich eine Refluxösophagitis heraus, also eine Verätzung der Speiseröhre aufgrund schweren Sodbrennens.
  • Eine Hündin wird immer träger, will nicht mehr spazieren gehen und nimmt trotz Reduzierung des Futters immer mehr an Gewicht zu. Sie schläft viel und nimmt nur noch wenig am Leben teil.
    Sie leidet an einer Schilddrüsenunterfunktion.

Das Bauchgefühl ist wichtig

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Wenn Sie das Gefühl beschleicht, Ihr Hund verhält sich anders als sonst, beobachten Sie genau!

Schreiben Sie auf, wann Ihnen die Unregelmäßigkeit das erste Mal aufgefallen ist und zu welcher Tageszeit der Hund dieses Verhalten zeigt. Diese Informationen helfen dann dem Tierarzt evtl. weiter.

Reagiert Ihr Hund plötzlich aggressiv gegenüber Artgenossen, kann es sein, dass er Schmerzen hat. Lassen Sie sich nicht lähmen von diesem Schreck, sondern gehen Sie der Sache auf den Grund.

Lassen Sie sich nicht abwimmeln

Im Studium der Veterinärmedizin ist das Verhalten von Hunden oft kein Thema. Damit wird sehr häufig eine eventuelle Verbindung von Verhaltensauffälligkeiten mit einer organischen Ursache übersehen.

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Ich wurde mit meinem Staffordshire Terrier von Tierärzten ausgelacht, weil ich mehrfach auf einer genauen Untersuchung der Schilddrüse bestand. Mein Hund war völlig lethargisch, hatte Übergewicht und Blähungen, typische und eigentlich bekannte Symptome der Schilddrüsenunterfunktion.

Diese Erkrankung äußert sich aber auch oft so, dass erkrankte Hunde sehr hyperaktiv sind, schnell zu aggressivem Verhalten neigen und beim kleinsten Reiz explodieren. Dann wird nicht genauer untersucht, sondern der Halter eines solchen Hundes hört oft vom Tierarzt, er soll den Hund einfach mal härter und konsequenter anfassen und erziehen.

Stellen Sie Aussagen von Tierärzten in Frage! Glauben Sie nicht alles und suchen Sie zur Klärung einen Facharzt auf.

6 Antworten

  1. avatar Kerstin sagt:

    Frage: Hatte sich die Unterfunktion noch bestätigt ??? Hatte dieselbe Geschichte !!

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