01 – Hundeschule suchen – was lange währt, wird endlich gut?!

Aktualisiert am 12.02.2013
Beitrag 1 von 3 der Artikelserie: Hundeschule suchen
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Ein Beinahe-Happyend – Teil 1

Ein Plädoyer für die Hundeschul- und Trainersuche – auch und gerade mit einer „hündischen Großbaustelle“ – bis es (im wörtlichen Sinne 🙂 ) Click macht.

Ein eigener Hund

Titus ist da! – Im Sommer 2011 erfüllten wir uns den gemeinsam gehegten Wunsch eines eigenen Hundes und adoptierten unseren Labrador-Mischling Titus aus dem örtlichen Tierheim. Niedlich sah er aus, knapp 5 Monate alt war er und in den zwei Wochen, die er im Tierheim verbrachte, besuchten wir ihn an jedem Tag. Wir wussten von seiner Vergangenheit nicht allzu viel – aber merkten recht schnell, dass wir uns eine Baustelle ins Haus geholt hatten.

Er kannte nichts

Er befand sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand und er kannte nichts:

Titus
  • Alltagsgeräusche verunsicherten ihn
  • Körperkontakt brachte ihn völlig außer Kontrolle
  • er schnappte um sich und kam einfach nicht zur Ruhe
  • Spaziergänge im Auslaufgebiet verunsicherten ihn, er begrüßte andere Hunde sehr unterwürfig und machte trotzdem einige schlechte Erfahrungen
  • spielte er, dann überdrehte er dabei sehr schnell
  • Zuhause verteidigte er sein Fressen oder gefundene Gegenstände vehement
  • wir brauchten fast ein halbes Jahr bis er zuverlässig eine Stunde allein bleiben konnte

Niedrige Frustrationstoleranz

Wir gingen mit Titus in die Hundeschule und er lernte dort sämtliche Grundkommandos sehr schnell. Er hatte aber keine gut ausgeprägte Frustrationstoleranz und stand sehr schnell unter Stress. So konnten wir zum Beispiel keine Kurse mitmachen, bei denen er warten musste. Er geriet dann völlig außer sich und biss in die Leine und unsere Hosenbeine oder Jackenärmel.

Titus in Angriffsstimmung

„Achtung, da vorne kommt ein Hund!“

Fremde Hunde wurden draußen zunehmend zum Problem. Begegneten wir einem, dann legte er sich flach auf den Bauch und fixierte, war durch nichts zum Weitergehen zu bewegen – kam der andere Hund zu nah, dann explodierte er entweder förmlich oder verhielt sich wie ein zwölf Wochen alter ängstlicher Welpe.

Er hatte gelernt, dass er sich andere Hunde so vom Leib halten konnte. Wir wussten nicht mehr weiter und buchten eine Einzelstunde bei einer Trainerin, die die Erstanamnese bei uns Zuhause machte. Ihr Umgang mit Titus gefiel mir allerdings nicht gut, sie bedrängte ihn unter anderem körpersprachlich sehr stark – wir wollten keine weitere Einzelstunde bei ihr.

Zeigen & Benennen im „Do it yourself“-Verfahren

Zunächst legten wir also alle unsere Pläne auf Eis und arbeiteten alleine mit ihm weiter. Durch ein großes Hundeforum war ich auf Martina Schoppe aufmerksam geworden – und auf einen langen Faden zum Thema „Zeigen und Benennen“. Ich las mich ein und hatte ein gutes Bauchgefühl bei dem, was ich tat.

So „Z&B-ten“ wir so vor uns hin. Eine kleine Besserung trat ein, aber richtig erfolgreich waren wir irgendwie nicht in dem, was wir taten. Dafür verbesserten sich manche seiner anderen Baustellen dank des Trainings mit positiver Bestärkung spürbar: Die Ressourcen-Verteidigung ist zum Beispiel mittlerweile kaum mehr vorhanden.

 …und wieder auf Trainersuche!

Titus Reaktion auf die Kontaktaufnahme eines anderen Rüden

Eine Bekannte wies mich dann auf die Aktion „Trainieren statt dominieren“ und das dazugehörige Forum hin. Ich meldete mich an, las ein wenig – und tauchte immer tiefer in die Welt der positiven Verstärkung ein! Kreative Umgangsweisen mit Problemverhalten wurden aufgezeigt, viele für mich bis dahin unverständliche Abkürzungen erklärt, Literaturtipps gegeben, usw. usw.

Ich las alles, was ich bekommen konnte und schaute mir Videos an. Ich entschloss mich, mich wieder auf die Suche nach einem geeigneten Trainer zu machen, der nach den Grundsätzen der TsD-ler arbeitet. Im direkten Umfeld fand ich niemanden, aber ich wurde auf Regine Hochhäusler vom Hundetraining Hunde-Weise in Dormagen aufmerksam. Regine bietet jeden Samstag eine Trainingsgruppe an, in der gezielt Z&B, Probleme mit Artgenossen etc. geübt werden. Diese Form von Training schien mir genau die richtige für unsere Hauptbaustellen zu sein.

…Fortsetzung folgt!

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