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Wir können uns über die unsäglichen Tipps der TV-TrainerInnen aufregen oder wir können Alternativen aufzeigen.

Nur so können wir vielen Menschen zeigen, dass es auch anders geht: dass Hunde denken wollen und dass Markertraining genau das fördert: denkende Hunde.

Das Fernsehen kommt in die hintersten Winkel der Republik, verbreitet also den Trainings-Unsinn flächendeckend.

Merkwürdigerweise gibt es viele TrainerInnen, die trotzdem aus verschiedenen Gründen absolut dagegen sind, Trainingsanleitungen im Internet zu veröffentlichen.

Anleitung: Ping-Pong - Rückrufspiel (Martina Schoppe)

Trainingsanleitungen machen HundetrainerInnen arbeitslos

Wenn die Trainingsanleitungen im Internet stehen, kommen die HundehalterInnen nicht mehr in die Hundeschule.

Stimmt nicht!

Es ist im Gegenteil so, dass gut verständliche Trainingsanleitungen und Hintergrundartikel positiv arbeitenden TrainerInnen neue KundInnen in die Hundeschule bringen! Wir verdienen dann an unserer Dienstleistung, d.h. an den Trainingsgruppen, Vorträgen und Seminaren.

Die TrainerInnen zeigen durch die Anleitungen, dass sie gut erklären können und wissen, was für HundehalterInnen wichtig ist. HundehalterInnen bekommen das Gefühl, dass sie bei dieser Trainerin gut aufgehoben sind.

Es gibt keine Patentrezepte

Stimmt!

Jeder Hund ist anders und jeder Mensch sowieso.

Es gibt keine Patentrezepte, aber wenn wir den HundehalterInnen erklären, warum die Trainingstipps vom Fernsehtrainer XY nicht nachgemacht werden sollten, dann müssen wir ihnen auch sagen, was sie statt dessen machen können.

Sich lautstark zu empören und dann kein „Alternativverhalten“ aufzuzeigen, überzeugt niemanden.

Um die Einzigartigkeit jedes Mensch-Hund-Teams zu würdigen, könnten Trainingsanleitungen an Fall-Beispielen vorgestellt werden.

Wir zeigen die Übung mit einem speziellen Hund und weisen darauf hin, dass bei einem anderen Hund die Anleitung vielleicht abgewandelt werden muss.

Anleitung: Dreieck-Spiel 4 (Martina Schoppe)

Die Leute machen Fehler in der Umsetzung

Stimmt!

Nur wer nichts macht, macht nichts falsch.

HundehalterInnen lernen und machen Fehler – HundetrainerInnen lehren und machen Fehler.

So funktioniert die Welt, wir alle lernen aus unseren Fehlern (oder sollten es zumindest tun).

Eine Trainingsanleitung aus dem Internet oder aus einem Buch kann falsch verstanden werden – eine Trainingsanleitung, die eine HundetrainerIn vor Ort gibt, auch.

Was wollen wir tun? Bücher verbrennen? Das Internet abschaffen? Hundeschulen schließen? Oder daran arbeiten, bessere Anleitungen zu schreiben? Lernen, so zu erklären, dass (fast) alle HundehalterInnen es verstehen?

Mir ist es auf jeden Fall lieber, HundehalterInnen machen Fehler, wenn sie eine Trainingsanleitung von  wegweisend positiv arbeitenden TrainerInnen umsetzen, als dass sie überhaupt in Erwägung ziehen, die HundeflüsterInnen nachzuahmen.

Gute HundetrainerInnen fallen nicht vom Himmel

Es gibt einfach Gegenden, in denen es keine Hundeschulen gibt, in denen mit Wegweisend Positiver Verstärkung gearbeitet wird. Den HundehalterInnen dort helfen die Trainingsanleitungen sehr, einen guten Weg für sich und ihren Hund zu finden.

Deshalb empfehlen wir auch sehr gerne Bücher, die auf diesem Weg weiterhelfen.

Die Möglichkeit, im Netz kompetente Hilfe bei Schwierigkeiten zu bekommen, macht das noch wertvoller.

Wir haben HUNDE DENKEN – Markertraining aufgebaut, um zu zeigen, dass es gute Alternativen zum gängigen Trainingsstil gibt. Das ist unser Weg: Denkende Hunde durch Markertraining!

 

8 Antworten

  1. avatar Nina Werner sagt:

    „Sich lautstark zu empören und dann keine „Alternativverhalten“ aufzuzeigen, überzeugt niemanden.“

    Das entspricht doch dem Ansatz gängiger Trainer und „Flüsterer“.
    Ich warte auf einen Fehler und dann stürze ich mich auf den „Delinquenten“ und zeige ihm Lautstark auf das er einen Fehler gemacht hat! („Er muss ja schließlich wissen was er Falsch gemacht hat!“).
    Wie wir im Training immer wieder drauf hinweisen ist das nicht nur Falsch, schränkt den kreativen prozess des Lernens ein, sondern auch schrecklich Unfair. Denn bis der „Delinquent“ gemerkt hat das er es sein lassen soll (Schließlich ist „Nichts tun“, also nicht zu bellen, nicht zu ziehen, nicht zu XY, auch eine bewusste Handlung/Verhalten).
    Wir lassen jemandem im Regen stehen!
    Warten wieder auf den Fehler und ZACK!
    Wenn wir dann noch falsch im Timing sind, weiß der Jenige nicht mal genau um welchen Moment/welches Verhalten es sich handelt.
    Traurig aber Wahr, viele Hundehalter fühlen sich von ihren Trainern allein gelassen und nicht gut unterstützt/informiert!

    Da geht es meistens um Nachahmen von Techniken – häufig werden die nichtmal vernünftig angepasst weil die Kreativität fehlt, nicht umgedacht oder umstrukturiert wird.
    In der Trainingsstundekann besitzerli das umsetzen aber zu hause? Hat er es schon wieder vergessen oder bekommt es nicht hin, weil er gar nicht weiß Was er da tut und vorallem WARUM!
    In diesem Sinne werden Hundehalter im Prinzip vom Trainer abhängig gemacht, da diese kein echtes Wissen um die Techniken vermittelt bekommen sondern lediglich die Abfolge der Handlungen gezeigt wird.
    WARUM das aber so funktioniert und nicht anders, das fehlt.
    Was genau im Lernprozess passiert – bei Mensch und Hund bzw.was passieren muss damit Lernen stattfinden kann.
    Wird auch nicht vermittelt.
    Dementsprechend ahmen Halter Trainingstechniken welche sie Schritt für Schritt vorgemacht bekommen einfach nach. Ohne dabei ein Gefühl für die jeweilige Situation zu bekommen, wirklich zu verstehen was und warum sie tun und kreativ spontan Abwandeln zu können.
    Nur ein Halter der versteht was da passiert, kann Abwandeln.
    Ich kann schließlich nur eine Torte nach „Gusto“ backen, wenn ich weiß was ich haben will, wonach sie schmecken soll und aus was eine Torte so besteht, wie lange sie in den Ofen gehört und durch immer wieder hin schauen und verbessern bzw. ein Gefühl dafür zu entwickeln wann meine Torte aus dem Ofen muss/kann.

    Wenn Hundehalter ein Gefühl für ihren Hund, für Situationen oder Trainingstechniken und ganze Methoden entwickeln sollen dann müssen sie verstehen (lernen).
    Man darf sie nicht für Dumm verkaufen – schließlich heißt es nicht nur Hunde-Denken… auch Menschen-Denken!

    Leider denke ich das ich manchmal die Menschen für Schlauer halte als sie sich selbst, wenn ich mir anschaue wie anstrengend sie nachhaltiges Training finden und lieber den „schnellen“ Weg gehen mögen den sie einfach nachahmen können.

  2. avatar Marmarla sagt:

    Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bedanken für die gut verständlichen Anleitungen und eure tolle Aufklärungsarbeit.

    In unserer Region werben zwar viele Hundeschulen mit ihren angeblich positiven Methoden, doch in der Realität wird gehemmt, gezischt, bedrängt, mit Wasser gespritzt und so weiter.
    Auch ich habe solche Trainingsmethoden angewandt, weil ich auf die Kompetenz solcher Hundetrainer/innen vertraut, weil sie ja 30 Jahre Erfahrung oder eine teure Ausbildung absolviert haben und -ganz ehrlich- weil es ja im Fernsehen auf den ersten Blick scheinbar funktioniert!

    Bis mein Hund mir eindeutig gezeigt hat: so geht es nicht!
    Doch da waren unsere Probleme schon größer als je zuvor!

    Erst einige Seminare bei wirklich positiv arbeitenen Trainern und eure Anleitungen und Anregungen haben uns auf einen guten Weg gebracht.
    Unsere restlichen, kleinen „Baustellen“ sehe ich heute als eine neue Aufgabe, an der wir weiterhin positiv arbeiten dürfen.
    Und selbst wenn ich im Training mal etwas ungenau bin oder falsch mache, weil ich ja nun ausschließich nach Anleitungen aus dem Internet oder aus Büchern arbeiten muss,ich richte ja dadurch keinen Schaden mehr an!

    Ich freue mich immer wieder auf neue Artikel von den Autorinen von Markertraining.
    Für uns sind sie derzeit in unserer Region der einzige Weg zu eine glücklichen,entspannten Miteinander von Mensch und Hund!

    • avatar Sabine sagt:

      Ich kann mich dem voll und ganz anschließen und hätte es nicht besser ausdrücken können.

      Markertraining und auch die tollen und informativen Trainer-Websites der Autorinnen haben meinen Hund und mich aus dem Rudelführer-Bewegungseinschränkung-Zischen etc. Gedöns herausgeholt.

      Endlich kommen wir weiter. Ich mache noch viele Fehler, aber mein Hund dankt mir die wegweisend positive Verstärkung jeden Tag mit Fröhlichkeit und immer weniger Meideverhalten.

      Danke Euch allen, macht weiter so.

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