Nein zum Nein!

Aktualisiert am 26.01.2013
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„Nein.“ „Neeein.“ „Nein!“ „Neeeeiiiin!“ „NEIN!!“ Welcher Hundebesitzer kennt das nicht? Ist das „Nein“ überhaupt sinnvoll? Braucht man das überhaupt in der Hundeerziehung?

Mein Name ist „Nein“

lena01

Akashi kam als Welpe zu uns oder sollte ich sagen „Nein kam als Welpe zu uns“? Die ersten Wochen hat uns dieser Welpe den letzten Nerv geraubt. Es war wirklich erstaunlich und das ganz bestimmt nicht, weil er nicht stubenrein gewesen wäre, denn das klappte schon von Anfang an sehr gut. Nein, er probierte unermüdlich alles aus, was ihm in den Sinn kam. Vieles davon war leider für ihn „verboten“ und wie bringt man einem Welpen das anders bei als über das „Nein“?

Auch heute ist das noch so, dass er manchmal Dinge tut, die in der Gesellschaft oder von mir nicht gern gesehen sind. Wie soll man ihm erklären, dass er nicht an Hauswände oder toll gepflegte Vorgärten pinkeln soll, wenn nicht über das „Nein“?

Das „Nein“ zeigt keine Handlungsalternativen auf

Akashi hat das „Nein“ relativ positiv kennengelernt. Er wurde nicht gezwickt oder gehauen oder hat andere unangenehme Erfahrungen gemacht. Dennoch ist der Begriff „Nein“ etwas löchrig, denn er impliziert nicht das, was getan werden soll, sondern nur, dass etwas eben nicht getan werden soll. Oder auch, dass mit etwas aufgehört werden soll.

Ich hab mich schon oft gefragt, woher der Hund wissen soll, dass er mit dem Kauen oder Pinkeln oder Mülleimer leeren oder Kratzen/Beißen oder Wasauchimmer aufhören soll.

Woher weiß der Hund, dass nicht das Stehen auf vier Beinen gemeint ist oder das Gucken in eine bestimmte Richtung? Das „Nein“ ist so schwammig, eigentlich kann man es auch vergessen – und das ist das, was wir gemeinsam versuchen. Es ist manchmal schwierig, es rutscht mir doch  schnell noch mal heraus, aber ich gebe mir alle Mühe.

Besser: Was soll er tun?

lena02

Stattdessen stelle ich mir immer die Frage „WAS soll er denn tun?“, wenn mir ein Verhalten nicht gefällt.

Wenn er an ein Hauswand pinkeln will, sage ich „weiter“ (er kennt das Signal). Ich möchte also, dass er weitergeht und teile ihm das genau mit. Es gibt noch viele ähnliche Beispiele, aber in allen fordere ich ein möglichst sinnvolles Alternativverhalten, das er beherrscht und nach Möglichkeit auch gerne ausführt. Dafür gibt es dann eine Belohnung und alle sind glücklich.

Falls es mal nicht funktioniert mit dem Alternativverhalten – nun gut, das macht nichts! (Gefahrensituationen sind hier ganz klar ausgenommen!) Dann gibt’s eben keine Belohnung, aber das wirft uns auch nicht aus der Bahn. Wir versuchen es dann entweder noch einmal oder gehen einfach weiter und versuchen in der nächsten Situation unser Glück.

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