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„Wenn ich den Clicker raushole, dann bietet sie mir alles an, was sie schon kann.“

Es ist wunderbar, wenn ein Hund so viel Freude am Clickertraining hat, zeigt aber auch, dass noch etwas Entscheidendes fehlt: die Signalkontrolle.

vom-anfangs-zum-endverhalten

Hunde sollten lernen, gelerntes Verhalten nur auf ein Signal hin auszuführen (und das beim ersten Mal). Und dieser entscheidende Schritt wird im Training häufig vernachlässigt.

Signal lernen – Vokabel lernen

Nehmen wir als Beispiel den Handtarget, d.h. der Hund soll mit der Nase gegen die Handfläche stupsen.

Das lernen Hunde schnell. Jetzt kommt die berühmte Frage:

„Würdest du 10 € wetten, dass dein Hund jetzt die Hand anstupst?“

Wenn du diese Wette halten würdest, kannst du ein Signalwort für das Verhalten einführen.

Zuerst sagst du das Signalwort z. B. „Touch“, während der Hund mit der Nase an der Hand ist. Der Hund lernt also, dieses Wort mit seinem Verhalten „Nase an Hand“ zu verbinden.

Dann kommt das Signal immer früher, d.h. bevor die Nase an der Hand ist.

touch-handtarget

Signal festigen

Im nächsten Schritt soll der Hund lernen, das Verhalten nur noch zu zeigen, wenn er das Signal bekommt.

D.h. stupst der Hund gegen die Hand, ohne dass du das Signalwort „Touch“ gesagt hast, kommt kein Click und damit natürlich auch keine Belohnung.

Was’n hier los?

Du hältst die Hand hin und sagst kein Signalwort – der Hund wird gegen die Hand stupsen und sich wundern, warum kein Click kommt.

Meistens versucht der Hund es dann gleich noch einmal und stupst gegen die Hand. Das nutzt du aus und sagst sofort, wenn die Nase weg ist von der Hand, das Signalwort.

Der Hund stupst und bekommt seinen Click und die Belohnung.

Alles, was nicht Touch ist, clicken

Parallel dazu clickst du, immer wenn du kein Signal gibst, jedes Verhalten, das nicht Nase an der Hand ist.

Du hast z.B. nach dem letzten Click das Leckerchen von dir weggerollt. Du hältst deine Hand offen hin. Der Hund nimmt das Leckerchen auf und dreht sich wieder zu dir um und genau in diesen Moment kannst du bereits clicken. Das kannst du dann Schritt für Schritt ausbauen und den Hund näher an die Hand kommen lassen, aber du clickst jedes Mal, bevor die Hand erreicht ist.

Das richtige Maß

In diesem Stadium ist es wichtig, nicht zu schnell voranzugehen. Der Handtouch wird anfangs wesentlich häufiger abgefragt als das Nicht-Handtouch.

Du gibst z.B. 5 Mal das Signal zum Hand touchen und beim 6. Mal sagst du nichts.

So weiß der Hund immer, es geht um den Handtarget.

Signal abgrenzen – Vokabel sitzt

Im letzten Schritt lernt der Hund jetzt noch, dass er nur auf das Signalwort „Touch“ die Hand berühren soll und nicht, wenn du „Sitz“ oder „Platz“ sagst.

 

 

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