Beitrag 1 von 7 der Artikelserie: Spaß an der Leine
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Viele  Hunde finden die Leine beim Rausgehen großartig, denn sie kündigt „draussen sein“ an. An der Leine zu gehen ist für sie aber oft frustrierend.

Meistens laufen Hunde viel schneller als Menschen gehen – also müssen sie ihr Tempo runterdrosseln. So wird die Leine innerhalb weniger Meter vom Lustobjekt zum Frustobjekt.

Leinenzwang

Mit wenigen Ausnahmen kommen Hunde heutzutage um das „an der Leine gehen“ nicht mehr herum. In den Städten muss man inzwischen Freilaufflächen mit der Lupe suchen und auf dem Lande gibt es (Bundeslandabhängig) im Frühjahr monatelangen Leinenzwang wegen der Brut- und Setzzeit der Wildtiere.

Leinenlust oder Leinenfrust

img_8280 Da wir keinen Knopf haben, Gesetze mal eben auszuschalten, können wir am Leinenzwang so schnell nichts ändern. Allerdings haben wir die Macht, diesen Zwang als als solchen zu empfinden – oder eben auch nicht.

Wer sagt denn, dass „Gehen an der Leine“ langweilig, einschränkend, unauslastend etc. sein muss? Warum denken wir, dass Hunde und Menschen beim an der Leine gehen keinen Spaß haben?

Eigentlich ist das doch nur eine Vorstellung, die wir uns selber irgendwann davon gemacht haben.

Nebenwirkung des Leinenfrusts

Hunde drücken diesen Frust durch mehr oder weniger starkes ziehen oder vielleicht sogar als Leinenpöbeln aus. Doch nicht nur die Hunde leiden unter Leinenfrust. Wir Menschen auch.

Wie erkennt man Leinenfrust bei Hundhaltern? Vielleicht an den vielen Leinenrucken, die man leider immer noch überall sehen kann? Oder durch das ständige „Gegeneinander“ – wenn der Hund steht und schnüffelt, wird er weiter gezerrt, wenn er schneller läuft als gewünscht, wird er zurückbeordert. Oder durch ableinen obwohl es nicht erlaubt ist, bzw. nicht wieder anleinen, wenn es nötig wäre?

Freilauf-Ersatz-Training

spass-beim-training2 In meiner neuen Serie möchte ich mit Euch Wege aus dem Leinenfrust in die Leinenlust finden. Dazu üben wir natürlich mit vielen Trainingsspielen „An lockerer Leine gehen“.

Aber wir werden auch erforschen, was man eigentlich alles an der Leine machen kann, was sowohl Hunden und Menschen Spaß macht.

 

 

16 Antworten

  1. avatar Marmarla sagt:

    Es ist genau das Problem, dass wir Menschen die Leine als Einschränkung und Frust ansehen!
    Statt von Anfang an das Gehen an lockerer Leine positiv aufzubauen, wird der Hund laufen gelassen, weil es so „einfacher“ ist, weil er sonst zieht, weil er an der Leine pöbelt ….
    Natürlich ist es toll seinem Hund Freilauf zu gönnen, aber wir sollten die Leine nicht nur als negativ ansehen. Sie gibt unseren Hunden Sicherheit in schwierigen Situationen und sie signalisiert unseren Mitmenschen Kontrolle und sorgt so für ein besseres Miteinander von Hundehaltern und Nichthundehaltern.

    Ich freue mich auf tolle, neue Anregungen für noch mehr Spaß an der Leine!

  2. avatar Alex sagt:

    Find das Thema toootal klasse und freue mich schon total drauf!http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif

  3. avatar Elke sagt:

    Ich hab dem Welpen mühsam beigebracht an der Leine eben nicht auf der von mir abgewandten Seite um Bäume herum zu laufen. Nun ist er ziemlich irritiert, wenn er ein Hindernis an der Leine von mir weg umrunden soll. Insbesondere dann, wenn ich dann ansatzweise hinterher laufe um die Leine hinterher zu führen.

    Da ich ziemlich viel in leinenpflichtigen Gebieten unterwegs bin, bemühe ich mich die Spaziergänge interessant zu gestalten. Aber Clickern mit Flexi – da hab ich einfach eine Hand zu wenig. Und der nette „Leinensalat“ verhindert einige Übungen.

    Viele Grüße

    Elke

    • avatar Marmarla sagt:

      Liebe Elke,

      ich habe es so gelöst, dass ich fürs Umrunden von Bäumen, Pfosten uä ein Kommando eingeführt habe. Das klappt nach einiger Zeit sowohl an der Leine als auch ohne sehr gut.
      Außerdem haben meine Fellnasen gelernt, wenn die Leine nur am Geschirr befestigt ist dürfen sie Spaß haben – ob nun mit mir oder halt mal nur schnüffeln und „Zeitunglesen“.
      Müssen sie zB. in der Stadt mal ordentlich neben mir gehen, schnalle ich das andere Ende der Leine an ein bequemes, breites Halsband – dies ist mit der Zeit für sie zu einem Signal geworden.

  4. avatar Elke sagt:

    Grundsätzlich habe ich für das von mir entfernte Umrunden von Bäumen auch ein Kommando. Aber es fiel schon meinem vorherigen, ausgebildeten Hund schwer es mit Leine auszuführen – da war auch er irritiert, weil das andere Training eben dagegen steht. Mein jetziger junger Hund führt dieses Kommando aber auch ohne Leine noch nicht sicher aus – mit Leine ist er völlig durch den Wind. Der Herr ist ein bißchen denkfaul.

    Mit Markerwort funktioniert bei uns nicht so gut.

    Der Hund trägt nur Geschirr. Ein breites Halsband ginge, dank üppiger Halskrause, gar nicht – flutscht der Hund raus und damit im Stadtbetrieb für mich undenkbar.

    Warum Flexi? Weil wir ca. 90 % unserer Spaziergänge an der Leine absolvieren und der Hund sich auch dabei ein bißchen bewegen können soll. Schleppe kommt nicht infrage – zuviele Kothaufen.

    • avatar Marmarla sagt:

      Ich denke du hast mich falsch verstanden: im Stadtbetrieb sollst du deinen Hund natürlich nicht AUSSCHLIEßLICH am Halsband führen!
      Ich führe meine Beiden auch in der Stadt weiterhin am Geschirr, schnalle jedoch zusätzlich den zweiten Karabinerhaken der verstellbaren Leine ans Halsband. Dadurch verkürze ich die Leine und da meine Fellnasen gelernt haben an lockerer Leine zu gehen, habe ich sie näher bei mir ohne sie unterordnungsmäßig „bei Fuß“ gehen lassen zu müssen.Außerdem ist dies mit der Zeit zu einer Ankündigung geworden, dass wir jetzt mal ein Stückchen „ordentlich“ gehen müssen, ohne schnüffeln und so.Dadurch sind sie dann auch nicht frustriert.

      • avatar Elke sagt:

        Ach so, daß mache ich auch bzw. habe es auch eine Zeitlang gemacht als Herr Jungspund etwas „schwierig“ in bestimmten Situationen war.

        Aber das ist nix für die normalen Spaziergänge. Meine normalen Spaziergänge sind ein Mix aus Bahnfahren, Stadt und Park. Viele Bäume und Laternen im Weg. Der Hund hat einfach gelernt, daß sich angeleint nix zwischen mir und ihm befinden soll – auch wenn zwischen uns 8 m liegen -, sonst ist ein laufen nicht möglich. Ich „führe“ meinen Hund nicht an der Flexi, sondern er kann sich innerhalb der Leinenreichweite bewegen wie im Freilauf – nur die „Nabelschnur“ darf sich eben nicht verheddern. Da gibt es auch kein Kommando für – das ist einfach ein „Gesetz“.

        Nur das ist der Grund dafür, daß der Hund irritiert ist, wenn ich ihn dann auffordere dieses Gesetz „zu brechen“.

  5. […] Spaß an der Leine Einsicht ist der erste Schritt zur lockeren Leine An lockerer Leine gehen als Targetaufgabe An kurzer Leine Maddie obenauf – an der Leine An der Leine tanzen Nützliche Tricks an der Leine […]

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