Aus – Drop it!

Aktualisiert am 20.08.2015
Beitrag 3 von 5 der Artikelserie: Antigiftködertraining
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Mich begeistert der Aufbau des „Aus“ – „Drop it“, wie ihn Chirac Patel beschreibt. Sauber aufgebaut wird der Hund wirklich alles loslassen, was er gerade im Maul hat.

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Lass‘ fallen, was du im Maul hast

Es kann lebenswichtig sein, dass Hunde auf ein Signal hin fallen lassen, was sie gerade im Maul haben.

Aber auch bei Apportier- oder Zerrspielen möchte ich in der Regel, dass der Hund das Spielzeug ausgibt und nicht damit davon rennt (obwohl das natürlich auch ein lustiges Spiel sein kann).

Die gängigen Methoden, dem Hund das Auslassen von Gegenständen beizubringen, sind Abwarten, Futtertausch und Spielzeugtausch.

Beim Aufbau wird der Hund mit der Leine begrenzt, damit er nicht mit dem Spielzeug abhauen kann.

Abwarten

  • Wir spielen mit dem Spielzeug
  • Wir lassen dann das Spielzeug einfach los.
  • Wahrscheinlich beschäftigt sich der Hund noch allein mit dem Spielzeug, aber irgendwann wird’s ihm langweilig und er lässt das Spieli los. Das ist der Moment, in dem es den Click und die Belohnung gibt. Die Belohnung kann dabei das Weiterspielen sein.

Futtertausch

  • Wir spielen mit dem Spielzeug.
  • Dabei nehmen wir unbemerkt Futter in die Hand.
  • Wir zeigen dem Hund das Futter in der Hand und wenn der das Spieli auslässt, kommt der Click und als Belohnung das Futter aus der Hand.
  • Danach spielen wir weiter.
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Tausch mit gleichem Spielzeug

  • Wir haben zwei gleichwertige Spielzeuge.
  • Wir spielen mit dem Spielzeug 1.
  • Wir lassen Spielzeug 1 los und zeigen dem Hund Spielzeug 2.
  • In der Regel findet der Hund das Spiel mit seinem Menschen interessanter als allein zu spielen, also wird er Spieli 1 loslassen, um an Spieli 2 zu kommen
  • In dem Moment, in dem er Spieli 1 loslässt, kommt der Click und als Belohnung wird mit Spieli 2 weitergespielt.

Lässt der Hund das Spielzeug zuverlässig aus, wird das Signalwort eingeführt.

Aufbau Chirac Patel: Aus – Drop it!

Bei den oben erklärten Methoden muss der Hund immer zuerst etwas hergeben, loslassen. Chirac Patel geht nun anders an den Aufbau.

Der Hund muss nichts loslassen, hergeben, sondern er bekommt immer etwas nach dem Signalwort.

  • Signalwort
  • Futter wird auf den Boden geworfen

D.h. der Hund lernt, dass auf das Wortsignal „Drop it“ immer etwas Tolles folgt. Dabei lernt er auch, dass der Mensch mit den Futterbrocken spielt oder dass er beim Fressen angefasst wird. So lernt er, dass die Hand des Menschen einfach dazu gehört.

Diese Abfolge – Drop it und Futter werfen, wird generalisiert: sitzend, mit Einkaufstüten, Besen usw. Der Hund erwartet nach dem Signal „Drop it“ das Futter.

Anforderungen steigern

Erst jetzt kommen Gegenstände ins Spiel: zuerst für den Hund uninteressant, dann wird die Wertigkeit des rumliegenden Gegenstands gesteigert und die Belohnungen werden variiert.

Auch hier wird die Ablenkung langsam gesteigert und erst, wenn das funktioniert, wird die Übung auch draußen geübt.

Neues Signal

Ich habe bei dieser Übung das Wortsignal „Drop it“ übernommen. „Aus“ ist bei vielen HundehalterInnen „verbrannt,“ weil jedeR ständig „Aus“ sagt, auch völlig Fremde.

Erfahrungen

Erzählt doch mal von euren Erfahrungen.

14 Antworten

  1. avatar Vanessa sagt:

    Großartig! Wie haben es über abwarten und tauschen aufgebaut. Patels Methode gefällt mir deutlich besser! Und dabei ist es so simpel. Unser Signal ist eh ein bissel versaut http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif , ich glaube, ich baue es im Patel-Stil neu auf http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif

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