Das Namensspiel

Aktualisiert am 20.11.2013
Beitrag 2 von 10 der Artikelserie: Komm zurück - Spiele für einen sicheren Rückruf
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Viele Hundehalter rufen den Namen ihres Hundes und wundern sich, dass er nicht zurückkommt.

Nomen est omen!

nero-weg Sagten schon die Alten Römer. Ein bisschen schludrig übersetzt heißt das: der Name sagt das Schicksal voraus. Was „droht“ Ihrem Hund, wenn er seinen Namen hört? Ohrentropfen? Krallen schneiden? Schluss mit Lustig?

Oder wiederholen Sie seinen Namen andauernd in Situationen, in denen der Hund nicht darauf reagieren kann? Rufen Sie ihn, wenn er gerade mit einem Hundekumpels spielt, obwohl Sie derartige Situationen noch nicht geübt haben? Oder sagen Sie den Namen kurz bevor etwas Unangenehmes folgt – vielleicht Krallen schneiden?

Wieso sollte der Hund freudig auf seinen Namen reagieren, wenn das manchmal (ja, manchmal reicht schon!) unangenehme Konsequenzen für ihn hat?

Wenn der Name Ihres Hundes Teil des Rückrufsignals sein soll, müssen Sie ihn mit Belohnungen verknüpfen.

Neuer Name, neues Glück!

gandhi-kommt Falls Sie den Namen Ihres Hundes versehentlich mit unangenehmen Konsequenzen vergiftet haben, taufen Sie ihn um.

Eine negative Verknüpfung ist sehr schwer zu „löschen“, nehmen Sie lieber einen Spitznamen und verknüpfen ihn mittels des Namensspiels ausschließlich mit angenehmen Konsequenzen.

Um zukünftig Vergiftungserscheinungen zu vermeiden, verwenden Sie den neuen Namen ausschließlich, wenn etwas Angenehmes für den Hund folgt (Belohnungen)! Müssen Sie Ihren Hund wegen etwas Unangenehmen rufen, nehmen Sie den alten Namen.

Wie geht das Namensspiel?

Das Namensspiel ist kinderleicht: Sie sagen den Namen des Hundes, während er ganz in Ihrer Nähe ist. Dann geben Sie eine Belohnung, zum Beispiel ein superleckeres Futterstückchen. Bei Spieloholikern könnten Sie auch einen Ball werfen, anfangen zu zergeln oder andere  hochwertige Verstärker verwenden.

Das wiederholen Sie einfach vier bis fünf Mal. Dann geben Sie das Frei-Signal, z.B. „Lauf“  und der Hund kann springen und machen, was er mag.

Sofort unter Ablenkung üben

Da der Hund im ersten Schritt keine Gegenleistung erbringen muss, können Sie das Namensspiel überall üben.

Auf dem Spaziergang

namensspiel Spielen Sie das Namensspiel auf den Spaziergängen, dann  kostet es Sie keine zusätzliche Zeit.

Das lohnt sich doppelt, wenn Sie (auch besonders) an Stellen üben, wo der Hund aufmerksam sein soll (z. B. bevor Sie eine Straße überqueren müssen, an „bellenden Gärten“, an Viehweiden, etc.).

So lernt der Hund durch die Macht der Gewohnheit, sich später ganz von alleine bei Ihnen einzufinden.

Für Fortgeschrittene

Werfen Sie das Belohnungsleckerchen auf den Boden und sagen Sie seinen Namen, während er noch kaut.  Schaut der Hund Sie erwartungsvoll an, weil er die nächste Belohnung erwartet? Clicken und belohnen Sie.

Aber auch, wenn der Hund nicht zu Ihnen hochschaut, bekommt er eine Belohnung. Schließlich ist das Ziel, den Hundenamen mit „guten Sachen“ zu verknüpfen.

Zum Aufwärmen

Mit dem Namensspiel können Sie den Hund für andere Übungen „aufwärmen“ und in Trainingsstimmung bringen. Es eignet sich auch dazu, die Konzentration des Hundes in ablenkungsreichen Situationen zurückzugewinnen.

Namensspiel mit mehreren Hunden

Hausaufgabe

Spielen Sie mit Ihrem Hund das Namensspiel mit jeweils fünf bis sechs Wiederholungen:

  • 2-3 Übungseinheiten in der Wohnung (zum Beispiel zum Erarbeiten der Mahlzeiten, beim Fertigmachen zum Spazierengehen, etc.)
  • 4-5 Übungseinheiten an verschiedenen Stellen auf den Spaziergängen

Viel Spaß beim Üben!

Zum Weiterlesen:

Hier beschreibt Anne Rosengrün von Sanny’s Hundeservice, wie man das Namensspiel mit mehreren Hunden gleichzeitig spielen kann.

 

3 Antworten

  1. […] Martina Schoppe: Komm zurück – Spiele für einen sicheren Rückruf Martina Schoppe: Das Namensspiel Martina Schoppe: Das Umorientierungssignal UOS Martina Schoppe: Das Ankersignal Martina […]

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