Die will nur den Keks

Aktualisiert am 04.02.2016
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Totschlagargument Nummer 1 in der Diskussion ums Clickertraining ist die Aussage: „Dein Hund macht das ja nur, weil sie den Keks will“.

„Gut“, sage ich dann, „der Hund hat das Prinzip verstanden!“ Das ist ein Riesenschritt in die richtige Richtung.

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Sie hat’s verstanden

Meine Lynn läuft gerne ein paar Meter in den Wald rein und wartet dann drauf, dass ich sie zurückrufe. Und was mache ich? Ich rufe sie zurück und belohne sie. Ich finde es fantastisch, dass sie das Konzept verstanden hat. Sie denkt und bringt sich aktiv in unser Miteinander ein.

Ich sehe dieses Nachfragen: „Gibt das jetzt einen Click?“ in allen Lebensbereichen mit dem Hund: Lernen findet immer statt.

Die Hunde probieren sich aus, bieten an und sind mit Spaß dabei. Sie denken, bringen sich aktiv ein und genau das ist es, was für mich Markertraining ausmacht. Oft steht dann gar nicht mehr die Belohnung für den Hund im Mittelpunkt, sondern das Miteinander-Sein.

Verhaltensketten

Natürlich können sich dadurch Verhaltensketten einschleifen, die so nicht gewünscht sind.

Aber das kann ich ja durch überlegtes Training verhindern.

NILIF – Nothing in life is free

Oft sind die Gegner des Markertraining engagierte Verfechter der NILIF-Philosophie: Nothing in life is free – es gibt im Leben nichts umsonst.

Da wird empfohlen, der Hund soll sich sein Futter verdienen. Was ist das Futter hier? Belohnung, oder?

Komisch nur, dass wenn zur besseren Kommunikation der Clicker zwischengeschaltet wird, es auf einmal „böse“ ist.

Der Mensch als Mittelpunkt des Hundes

Was die Gegner des Markertrainings eigentlich stört, ist meiner Meinung nach der Spaßfaktor, der mit dem Clickertraining verbunden ist.

In vielen Köpfen scheint noch drin zu sein, dass Lernen wehtun muss. Belohnungen sollen hart erarbeitet werden.

Ganz schlimm scheint für viele ClickergegnerInnen auch der Gedanke zu sein, dass nicht mehr ihre Gegenwart Antrieb für den Hund ist, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen, sondern dass der Hund selbstbestimmt arbeiten kann.

Diese Menschen wollen die Sonne sein, um die der Hund kreist. Ein ganz starker Zwang zur Kontrolle liegt diesem Denken zugrunde, die eingesetzten Mittel sind Einschränkungen, Verbote, Strafen und ab und an Belohnungen.

Ich möchte eine vertrauensvolle Beziehung mit meinem Hund leben. Belohnungen, egal ob Kekse oder Umweltverstärker gehören da ganz selbstverständlich dazu.

 

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