…und es hat CLICK gemacht

Aktualisiert am 29.06.2013
Beitrag 4 von 11 der Artikelserie: Verstärkung im Hundetraining
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Markersignale erleichtern das Training erheblich, da sie eine eindeutige Kommunikation ermöglichen. Wichtig ist die richtige Wahl des Markersignals und dessen Einführung.

Das passende Markersignal

l_clicker_mit_clickertaste Als Markersignale eignen sich kurze, knackige Geräusche, die sich deutlich von anderen Umweltgeräuschen unterscheiden, zum Beispiel  der Clicker. Da Sie nicht immer eine Hand dafür frei oder ihn nicht immer dabei haben, ist es praktisch, auch einen verbalen Marker zu lehren. Taube Hunde können zum Beispiel eine Berührung, eine Handbewegung, ein Lichtsignal oder ein Signal per Vibrationshalsband als Markersignale erlernen.

Die Bedeutung des Markersignals

Das Markersignal ist gleichzeitig eine Ankündigung von Grossartigkeiten und ein „Schnappschuss“ des erwünschten Verhaltens. Wie  ein neongelber Textmarker hebt es die gewünschte „Aussage“  aus dem Fluss des Hundeverhaltens hervor und vermittelt dem Hund so eindeutig: es geht genau um diesen Teil deines Verhaltens und es lohnt sich, den zu wiederholen.

Einführung des Markersignals

Um das Markersignal zu lehren, geben Sie das Signal und innerhalb von 1-2 Sekunden eine Belohnung. Danach warten Sie einige Sekunden. Dann geben Sie wieder den Marker gefolgt von der Belohnung. Markern Sie anfangs nicht nur, wenn der Hund sitzt und Sie anschaut. Sonst bietet er Ihnen später nämlich kein Verhalten an – weil Sie ihn versehentlich „festgeclickert“ haben.

Es clickt, weil Du etwas richtig machst

Einige Hunde wissen zwar, dass nach dem Click eine Belohnung folgt, haben aber nicht verstanden, dass es etwas mit ihrem Verhalten zu tun hat. Um das zu vermeiden sollten Sie sofort beginnen, ein einfaches Verhalten zu shapen (formen). Bei Hunden, die sich gerne, schnell und viel bewegen können Sie mit „Sitz“ oder „Platz“ starten, weil die Gefahr des „Festclickerns“  nicht groß ist. Achten Sie darauf, sofort Veränderungen einzuführen, indem Sie direkt nach dem Click und der Belohnung Ihre Position und damit die Situation leicht verändern.


Bei Hunden, die erst ein bisschen „aufgelockert“ werden müssen, nehme ich lieber eine Targetübung (siehe auch unsere Artikelserie über Target-Training von Eva Zaugg), bei der der Hund sich etwas bewegen muss.


Sofort generalisieren

Damit der Hund schnell verallgemeinert, dass der Marker immer und überall eine tolle Konsequenz ankündigt, sollten Sie sofort beginnen, kleinere Veränderungen einzuführen.
Wenn Sie zum Beispiel „Sitzen“ clickern, gehen Sie einige Schritte weiter. Schon diese winzige Veränderung ergibt für den Hund eine neue Situation.

Clicks for Tricks

Es braucht eine Weile, bis Sie das mit dem Timing richtig raus haben, denn Clickern ist ein bisschen wie jonglieren. Sie müssen verschiedene Bälle gleichzeitig in die Luft werfen und wieder auffangen:

  • den Hund beobachten
  • das richtige Verhalten erkennen
  • das richtige Timing beachten
  • die Belohnungen geben

Fangen Sie daher mit etwas „unwichtigem“ an. Mit einem Trick, der auch niemals fertig werden muss. Mit etwas, was Sie niemals brauchen werden, sondern einfach nur dazu dient, das Clicker-Handwerk zu erlernen.

Clickern im Alltag

Nach einigen Experimentier-Tricks können Sie die Markersignale für jedes Verhalten verwenden, das Sie öfter sehen möchten.

 

2 Antworten

  1. […] der Verstärkung Martina Schoppe: Trainingsziele und eindeutige Kommunikation Martina Schoppe: Und es hat Click gemacht Martina Schoppe: Verhalten – wie von Zauberhand Martina Schoppe: Belohnungen – viel […]

  2. […] der Verstärkung Martina Schoppe: Trainingsziele und eindeutige Kommunikation Martina Schoppe: Und es hat Click gemacht Martina Schoppe: Verhalten – wie von […]

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