Märchenstunde: Angst wird durch Zuwendung verstärkt.

Aktualisiert am 26.05.2013
Beitrag 2 von 18 der Artikelserie: Märchen aus der Hundeerziehung
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Ein ewig wiederholtes Märchen ist die Aussage, man solle seinen Hund bei Angstverhalten ignorieren, sonst würde sich seine Angst verstärken. Als Hundebesitzer solle man sich völlig cool verhalten und den Hund ignorieren, damit dieser dann lernt: Mensch macht nichts, also muss ich keine Angst haben.

Lucy schläft

Was ist Angst?

Angst ist eine Emotion. Sie ist wichtig, weil sie das Überleben sichert und gehört somit zur biologischen Grundausstattung. Reagiert ein Tier nicht mit Angst auf etwas Bedrohliches, kann das sehr gefährlich werden. Nun gibt es Typen, die eher ängstlich sind und Typen, die nichts so schnell erschreckt. Dies resultiert aus genetischen Anlagen und dem, was das Säugetier gelernt und erfahren hat. Schwierig wird es für den Hundehalter, wenn der Hund auf viele Reize mit Angstverhalten reagiert.

Mein Hund Baxter hat Angst vor bestimmten Geräuschen: Knall- und Schussgeräusche, Piepsen, Pfeifen, Melodien, Zischen, Ploppen eines Korkens, die Geräusche meiner Spülmaschine, laute Stimmen von bestimmten Personen und mechanische Geräusche. Er zeigt Angst immer unterschiedlich, dies hängt von seiner aktuellen Verfassung ab, welcher Auslöser es ist und wo er sich gerade befindet.

Andor

 

Hilft markern und was passiert im Hundehirn?

Ich clicke, wenn ein Reiz auftaucht, den mein Hund angsteinflößend findet.  Das heißt, ich füge einem schlechtem Gefühl etwas gutes hinzu. Diese Emotion kann ich durch Zuwendung und Anerkennung nicht verstärken, das ist neurobiologisch nicht möglich. Ich kann ein „emotionsloses“ Verhalten wie ein SITZ falsch verstärken. Wenn ich immer markere, wenn der Hund das Hinterteil wieder erhebt, lernt der Hund nicht das SITZ, sondern das Po hoch heben. Angst kann ich nicht per Signal abrufen, wie ein SITZ.

Wie sollte Zuwendung sein bei Angstverhalten?

Die Art der Zuwendung richtet sich danach, was der Hund in dieser schwierigen Situation als angenehm empfindet. Streicheln, eine Massage, einen Rückzugsort, ein Alternativverhalten, ruhiges Zureden, etc. Wichtig, ist, dass ich immer schaue: Was kann mein Hund jetzt noch? Ist er noch in der Lage zu fressen? Reagiert er noch auf Ansprache? Kann er was suchen? Nach diesen Faktoren entscheide ich, was ich in der Situation anbiete.

Mein Hund Baxter kann draußen körperliche Zuwendung nicht annehmen, dafür bekomme ich ihn aber meist in einen Arbeitsmodus und kann ihm so helfen, die Situation zu überstehen. Drinnen kann ich sehr viel über Futter und verbales Lob ausrichten. Ich erzähle ihm, wie toll er das macht und ich sehe sehr genau, wie stolz er ist und sich freut, dass er nicht allein ist in seiner Not. Über das Markern von angsteinflößenden Reizauslösern, dem Loben und mich dem Hund zuwenden habe ich erreicht, dass mein Hund nun neben der Spülmaschine liegt und nicht mehr aus dem Raum schleicht.

Was passiert, wenn ich Angst ignoriere?

Angst zieht Kreise, wenn sie nicht therapiert wird.

Auch hier ein Beispiel von meinem Hund: Die Angst vor der Spülmaschine resultierte aus dem Piepsen am Ende des Spülvorgangs. Dann war es plötzlich schon das Abpumpen des Wassers. Schlussendlich verließ er schon geduckt den Raum, wenn ich den Tab aus dem Schrank hervor holte. Es kann funktionieren, dass Ignorieren von Angst hilft, allerdings handelt es sich meiner Meinung nach dann nicht über einen starken Angstauslöser, der auf den Hund einwirkt. Meinem Hund ist es egal, ob ich den Schuss nicht beängstigend finde, er hat seine eigenen Programme im Hirn, die er aufgrund seiner Erfahrungen abspielt. Stehe ich dann gelassen und cool in der Gegend rum, wird er völlig panisch und zieht wie ein Berserker weg.

 

[Bild nicht gefunden]

Fakt ist, dass das Ignorieren von Angst schlicht und ergreifend unfair, ja sogar asozial ist. Das Tier wird in seiner unangenehmen Emotion nicht wahr genommen und es hat keine Chance zu lernen, wie es damit umgehen kann.

 

26 Antworten

  1. avatar Brigitte Becker sagt:

    Sorry Feliz, dein Frauchen war all die Jahre, in denen du bei mir gelebt hast, zu dir unfair und asozial.
    Dieser Artikel macht mir ein schlechtes Gewissen. Mein Hund hat Zeit seines Lebens Angst vor Gewitter und Feuerwerk. Immer wenn sie in so einer Situation war, total ängstlich und zitternd durch die Wohnung gelaufen ist, habe ich sie ignoriert. Ich war im Glauben, das Richtige zu tun. Dachte Feliz könnte sich bei Zuwendung, in Form von streicheln, zureden usw. noch mehr reinsteigern. Das ich sie in ihrer Not im Stich gelassen habe, war mir nicht bewusst.
    DANKE, für diesen Artikel! Ab sofort gehe ich anders mit meinem Hund um, teste aus wie ich ihr helfen kann, worauf sie am besten reagiert.

  2. avatar Petra sagt:

    Schöner Artikel.
    Könnte man evtl. am Ende auch noch den Artikel verlinken, den Ute mal gepostet hatte zum Thema „Social Support“? Das war zum Anlass der Silvesterangst, glaube ich. Den Link dazu fände ich ergänzend hier klasse.

  3. avatar Diana sagt:

    Ein sehr informativer Artikel. Da stellt man doch recht schnell fest, was man in der Vergangenheit alles falsch gemacht hat.

  4. avatar Mo sagt:

    Ja, ein wirklich interessanter Artikel. http://markertraining.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yes.gif

    Es gibt wohl grob drei Möglichkeiten, auf einen ängstlichen Hund zu reagieren, nämlich Trösten, Ignorieren und souveränes Verhalten.

    Die meisten Menschen neigen à la Menschmanier zum Trösten, wie man das halt auch bei anderen Menschen macht. Dabei wird auf den Hund beruhigend eingeredet; er wird gestreichelt, geknuddelt, bekommt Zuwendung, darf womöglich Dinge, die er sonst nicht darf (auf den Schoß, die Couch, ins Bett…). Wie soll der Hund das deuten?

    Einen ängstlichen Hund hingegen abzulenken, ist da wirklich die bessere Wahl. Dann ist er beschäftigt, mit positiven Dingen („stolz machen“ wurde hier geschrieben) und es geht ihm besser.
    Das klappt aber nur bis zu einem gewissen Angstgrad. Ist die Angst zu groß, kann mensch machen, was er möchte, der Hund zittert, ist nicht ansprechbar, schon gar nicht für Futter oder Spiel zu haben (wurde auch erwähnt).

    Tja, was dann tun? Was macht ein Hunderudelchef denn mit solchen Kandidaten?
    Er bleibt gelassen und souverän, signalisiert ihm durch Körpersprache, dass keine Gefahr droht. Er gibt dem „Angsthasen“ aber keine Zuwendung. Oder hat jemand schon mal einen anderen Hund dabei beobachten können, wie er zu einem ängstlichen Hund geht und diesen „tröstet“? Also ich nicht und ich lebe mit mehreren Hunden zusammen. Der Rudelchef ist halt einfach da, mit seiner mentalen Stärke, seiner Kraft, seiner Ausstrahlung.

    Sind wir Menschen zu solch einem Verhalten fähig?

    Ich glaube, dass die Hundetrainer, die zum Ignorieren raten, eher verhindern wollen, dass der Hund getröstet wird, so wie es oben beschrieben ist. Schade, dass die anderen beiden Möglichkeiten dabei wohl nicht berücksichtigt werden.

    • Hallo Mo.

      Es ist ziemlich irrelevant, was Hunde so untereinander machen. Denn ich bin ein Mensch und mein Hund ist ein Hund. Und somit können wir biologisch gesehen schon kein Rudel bilden. Welcher in MEINER Welt lebt und dort mit Angstauslösern konfrontiert wird.
      Und natürlich gibt es Zuwendung unter Hunden, beobachte dies bitte einmal genauer.
      Ich finde es immer wieder erstaunlich, für wie blöd und einfach gestrickt Hunde gehalten werden. Hunde lernen, Hunde machen Erfahrungen, auch schlechte. Und passen ihr Verhalten dementsprechend an.
      Und da kannst Du als Mensch noch so gelassen daneben stehen, das interessiert den nicht die Bohne. Weil er seine eigenen Strategien zur Bewältigung solcher Situationen entwickelt hat.
      Ein aktuelles Beispiel von gestern:
      Mein Hund hat eine sehr diffizile Geräuschangst. Wir waren gestern bei Freunden, die ihn auch mal sitten sollen. Der Mann dort nutzt ein Zippo-Feuerzeug zum anzünden seiner Zigaretten. Darauf reagiert
      mein Hund extrem ängstlich. Er zitterte und verkroch sich in einer Ecke. Ich blieb ruhig – weil ich hab keine Angst vor Zippo-Feuerzeugen 😉 – und überprüfte, zu was er fähig war.
      Futter ging nur hektisch und bedingt, Tricks abliefern auch. Er lief sehr geduckt im Kreis und versuchte sich zu verkriechen. Ich führte ihn kurz raus, dann mit Geduld wieder rein und packte ihn neben mich auf
      die Couch, hielt ihn fest und streichelte ihn. Ergebnis: Nach ca. 5 Minuten konnte er den Kopf ablegen und sich etwas entspannen. Weißt Du warum das funktioniert? Weil beim Berühren Hormone ausgeschüttet werden.
      Und ganz besonders das sog. Kuschelhormon Oxytocin.
      Mich in solch einer schwierigen Situation neben ihn zu setzen und souverän in der Gegend rum zu gucken finde ich persönlich asozial. Mein Hund braucht meine Hilfe und bekommt genau die Art Zuwendung, die er in
      diesem Moment braucht. Tu ich dies nicht ist mir die Gefahr zu groß, dass er sich zukünftig nicht mehr an mich wendet, wenn er Probleme mit Angst hat. Und das passiert, wenn ich ihm nicht helfe. Ich finde es super von ihm,
      dass er Schutz bei mir sucht und ich ihm helfen kann!
      Ich habe früher auch gedacht, ach setz einfach einen souveränen Hund (mein Staff war so einer, Angst vor NICHTS) neben den verängstigten. Das bringt überhaupt nichts. Wenn Du große Angst vor Schlangen hast und eine bewegt
      sich auf Dich zu, wird dir total egal wie souverän ein anderer Mensch ohne Angst daneben steht. Denn Du hast Deine eigenen Verhaltensmuster.

      • avatar Mo sagt:

        Hallo Regine,

        du schreibst, es sei asozial, sich in einer für einen Hund schwierigen Situation nur einfach neben ihn zu setzen und souverän zu sein. Ich finde, du hast gar nichts anderes gemacht. Du hast gecheckt, zu was er fähig ist, hast dich dann neben ihn gesetzt und durch deinen Körperkontakt ihn spüren lassen, dass du keine Angst hast. Ob man den Hund dabei streichelt oder nicht, spielt keine Rolle. Wahrscheinlich hätte sich deiner nach den 5 Minuten sowieso beruhigt, weil eben nichts weiter Schlimmes passiert ist und du keine Angst hattest, was er ja spüren konnte.

        Klar, können wir Menschen einen Hund nicht ersetzen. Doch wir müssen uns in einer ihm verständlichen Sprache verhalten.

        Würdest du den Hund wegstoßen, wenn er ängstlich ankommt, oder anschreien, oder eben überhaupt nicht beachten, dann wird er nicht mehr deine Hilfe suchen. Und dass Ignorieren falsch ist, schrieb ich schon.

        Ich weiß also nicht, wo unsere Texte so auseinander drifften?

        Im Übrigen halte ich Hunde keineswegs für blöd und einfach gestrickt. Ich habe nur noch keinen Hund gesehen, der zu einem ängstlichen Hund geht und ihm über den Kopf streichelt und dabei winselnde Laute von sich gibt. Das bedeutet aber nicht, dass Hunde nicht untereinander kuscheln und Sozialkontakte pflegen.

        Und zu deinem letzten Satz kann ich eigentlich nur schreiben, dass er die ganze Diskussion hier überflüssig macht. Denn egal, wie wir uns verhalten, was wir tun oder lassen, das Lebewesen selber muss für sich lernen, dass ihm keine Gefahr droht. Egal ob vor einer Schlange oder einem Zippo-Feuerzeug.

        Mir würde weder der souverän daneben stehende noch ein mich beruhigend streichelnder Mensch die Angst vor einer Schlange nehmen können, sondern nur das Erleben, dass sie mir nichts tut.

        Um aber nicht wieder falsch verstanden zu werden, ich bin nicht dafür, einen ängstlichen Hund komplett zu ignorieren. Und um nichts anderes gehts doch hier eigentlich, oder?

        • Hallo Mo,

          dann hast Du Dich aber sehr missverständlich ausgedrückt.
          Ich habe meinen Hund beobachtet und sah, dass er immer weiter abdriftete und ihn jedes annähernd ähnliche Geräusch dann noch weiter ängstigte. Er hätte sich eben NICHT nach 5 Minuten beruhigt.
          Das ist ja der Punkt. Angst resultiert nicht daraus, dass auf einen Auslöser etwas erfolgt. Und sie geht auch nicht weg, weil auf den Auslöser nichts folgt. Der Hund kann den Auslöser nicht beeinflussen
          und z. B. bei Schüssen oder Knallern nicht weg gehen. Das ist das Problem bei Angst. Sie zieht Kreise.
          Der Auslöser Zippo ist tief in meinem Hund verankert, ich tippe auf schlechte Assoziation zu dem Menschen, der es damals benutzt hat.
          Ich werde das genauso trainieren wie die anderen Angstauslöser, nämlich mit Gegenkonditionierung.
          Das was ich gestern tat war reines Management.
          Denk mal dran, wie viele Menschen Angst vor großen Spinnen oder Schlangen haben ohne jemals mit einer in Kontakt gekommen zu sein…

          Doch, wir driften auseinander, weil Angst eben anders wirkt.

        • avatar Marlis Popp sagt:

          Hallo Mo, ich möchte hier nur kurz einbringen, daß sich Tiere untéeinander wohl trösten. Wir haben immer.Hunde gehabt und.z.Zt. einen Aussie.
          Möchte jetzt über 2 Katzen sprechen. Wir.fihren jedes Wochenende mit dem Auto zum Campingplatz mit den Katze. Mein Kater mochte nie Aotofahrer und fing immer laut an zu.mauen. Meine Katze ging immer dann zu ihm hin und hat sein Kopf abgelegt und der Kater war beruhigt. Sobald sie aufhörte zu lecken, was wir als trösten ansahen, fing das man wieder an. Ich denke daß das Verhalten zwischen Katzen und Hunden sehr ähnlich ist. ☺😊😍

  5. avatar Carmen sagt:

    Ich kann das nur bestätigen. Ich habe einen ganz extrem ängstlichen Hund, er hat Angsr vor den meisten Menschen, Panik bei Fahrrädern, Joggern und allen Geräuschen, extreme Angst vor dem Staubsauger… ich habe es früher leider ignoriert und wollte Souveränität ausstrahlen. Jetzt weiß ich, dass mein Hund sich überhaupt nicht vom Staubsauger beeindrucken lässt, wenn ich ihn auf dem Schoß habe und mein Freund saugt. Immerhin. In allen anderen Fällen kann ich die Situation nut etwas bessern, die Angst ganz nehmen ist wohl schon zu spät 🙁

  6. avatar Alexandra sagt:

    Hi,

    mein Indi Tierchen hatte unzählige Ängste durch schlechte Aufzucht. Dadurch auch wenig Vertrauen in Menschen. Hätte ihre Ängste ignoriert, hätte ich sie verloren. Wir haben dran gearbeitet mit viel Geduld und alles zu seiner, so wie sie konnte. Sylvester brauchte sie einen Platz in meiner Nähe unter einer Decke oder vielen Kissen.

    Jette geht bei Angst hinter mir und dafür hab ich sie immer gelobt. An Sylvester braucht sie eine Box oder ist unterm Bett. Ich muss da sein aber Zuwendung will sie keine.

    Celly und Joe sind dann immer in meiner Nähe (Gewitter). Wenn es arg laut ist und an Sylvester, wollen sie immer mal festgehalten werden und sitzen dann zwischen meinen Beinen.

    So können sie das beschützt überstehen.

    Verschlimmert hat sich das nie.

    Alle wissen, bei Angst ist der Platz in meiner Nähe der Sicherste. Keiner flüchtet. Ich bin froh über ihr Vertrauen.

    Jette kann die letzten Jahre sogar bei Rumpeln am Himmel unangeleint neben mir laufen 🙂

    Es gibt kleine Dinge, die registrier ich und geh einfach weiter, dadurch können sie Kleinigkeiten hinnehmen lernen.

    Aus dem Bauch raus passte grundsätzliches Ignorien nicht.

    Danke für den guten Beitrag.

    Alexandra, Jette, Joe und Celly ( Border Collies )

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  9. avatar Elke sagt:

    Hallo Regina, ich finde deinen Artikel sehr interessant. Danke dafür.
    Meine Freya bald 22 Monate altes Aussiemädchen, wirkt für die Meisten erstmal sehr robust. Silvester ist auch kein Problem, aber wir gehen jetzt auch nicht raus. Der Fernseher ist nach dem Anstoßen, vielleicht etwas lauter, aber meine Süße ist recht cool und schläft meist zu meinen Füssen. Ich versuche, in solchen Momenten schon ruhig zubleiben, aber ich würde sie bei großer Angst auch beruhigend streicheln.
    Unsere Problem sind eigentlich Menschen mit Stöcken, Krücken, Besen… sogar bei mir duckt sie sich und geht mit großem Bogen von mir weg und aus dem Raum. Sie hat richtig Angst davor. Heute wieder, wir haben unseren Nachbarn in die Klinik zu einer Reha gefahren. Das ist eine chirurgische Klinik, und da humpeln mindestens die Hälfte der Leute mit Krücken rum. Und was macht meine Freya, sie kläfft wie eine Wilde und knurrt wie verrückt. Ich verbiete ihr das Kläffen, sage Nein und versuche sie zu halten. Wenn es mal wieder recht heftig ist und schon alle Leute schauen, werde ich auch nervös… und mein Nein bestimmt lauter. Und sie versucht verzweifelt da hin oder da weg zukommen. Wenn alles nichts nützt versuche ich sie auch zuberuhigen, doch ich bin total unsicher, wie ich damit umgehen soll. Ich hoffe ja es geht ihr irgendwann besser.
    Vielleicht hast du ja einen Tipp für mich?

    Das mein Aussie , ein Wachhund ist und auch territorial, ist mir bekannt und bewusst. Und wenn er hütet auch kläfft wie ein Wilder, aber so hat er ja richtig Angst.

    LG Elke

    • avatar Franziska sagt:

      Hallo,

      bin zwar nicht Regina, aber mein Hund hat ein ähnliches Problem. Er hatte panische Angst vor Stöcken, Krücken ect. und wollte, wenn jemand einen in der Hand hatte nur noch weg. (Habe ihn erst mit ca. 7 Jahren aus dem Tierschutz bekommen und er scheint geschlagen und getreten worden zu sein)
      Zum Training habe ich ihn an eine ca. 2m Leine genommen und mich mit einer Reitgerte (leicht und gut zu händeln) und vielen guten Leckerlie zu ihm auf den Boden gesetzt. Er war auf einer Seite von mir, die Gerte auf der anderen Seite. Dann kamen die ersten Leckerchen (glücklicherweise ist er sehr verfressen), als nächstes wurde die Gerte ca. 2 cm bewegt. Natürlich ist er erst weggesprungen (die Leine ist nur da um komplettes Weglaufen zu verhindern, kurzer Rückzug muss erlaubt werden), hat sich aber durch die Leckerchen wieder ranlocken lassen. Nach ein paar Wiederholungen waren die Leckerchen direkt vor der Nase eine so große Versuchung, dass ich die Gerte ganz leicht bewegen durfte, ohne dass er versuchte zu fliehen. Die Leckerchen gab es ab da nur noch während sich die Gerte bewegte und nach ca. 30min (in kurzen Einheiten, verteilt über 3 Tage) darf ich die Gerte neben ihm auf den Boden knallen, ohne, dass er mit der Wimper zuckt.
      Wir üben z.Z. auf dem Hundeplatz und auch hier lässt er sich schon von anderen Personen mit der Gerte leicht berühren (streicheln) ohne Angst zu zeigen. Wanderstöcke habe ich auf die selbe Art eingeführt und manchmal selber auf dem Spaziergang mit, jetzt sind auch andere Wanderer keine Ungeheuer mehr. Bei Schaufeln und Peitschen zeigt er noch leichte Angst aber hier haben wir auch noch nicht wirklich geübt.
      Ich war selber erstaunt, wie schnell er lernte, da er ein eher unsicherer Hund ist und er wohl sehr schlechte Erfahrungen mit Stöcken ect, hatte.

      Viele Grüße,
      Franziska

  10. […] Heute, 19:05 #5 exe Guck mal hier: http://markertraining.de/marchenstun…ung-verstarkt/ […]

  11. […] ihm. Ach und denkt bitte noch an eins: Angst wird NICHT verstärkt wenn ihr euren Hund tröstet. Hintergrundinfos findet ihr hier. Zeigt ihm, dass ihr für ihn da seid. Wenn ihr ihn in seiner Angst allein lässt, macht ihr die […]

  12. […] machen kann. Nach Tipps was ich ihm anbieten kann, wie ich das Training beginnen kann. http://markertraining.de/marchenstun…ung-verstarkt/ http://www.pfotenlesen.de/de/tippsin…verstaerktwird […]

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